«Aktenzeichen XY»

Über 70 neue Hinweise zu vermisster Wanderin eingegangen

1. Juli 2022, 15:46 Uhr
Seit rund zwei Jahren wird eine Frau aus Nordrhein-Westfalen vermisst. Die Suche nach ihr blieb bis heute erfolglos, weshalb sich die Polizei Freiburg an die Fahndungssendung «Aktenzeichen XY» wandte. Das mit Erfolg, über 70 neue Hinweise sind bereits eingegangen.
Bild Vermisste Schwarzwald
© Polizei Freiburg

Seit dem 10. September 2020 wird eine damals 26-jährige Frau aus Bad Lippspringe/Nordrhein-Westfalen im Südschwarzwald nahe der Grenze zum Aargau vermisst. Scarlett Salice brach an diesem Morgen zur letzten Etappe einer Wanderung auf. Wie Aufnahmen eines örtlichen Supermarkts zeigten, kaufte sie zuvor noch Proviant ein, bevor sie sich auf den Weg begab. Danach verlor sich die Spur.

Aufnahmen zeigten die Vermisste noch beim Einkaufen in einem örtlichen Supermarkt.

© Polzei Freiburg

Über 70 neue Hinweise eingegangen

Trotz grossflächiger Suchaktion der Polizei mit Drohnen und Helikoptern blieb die Frau verschollen. Auch Hinweise von Personen, welche die junge Frau gesehen haben wollen, führten ins Leere. Die Polizei Freiburg setzte deshalb auf die Mithilfe der Bevölkerung und wandte sich am Mittwochabend an die Sendung «Aktenzeichen XY ungelöst» auf ZDF. Über 70 neue Hinweise sind daraus resultierend bei der Polizei eingegangen, wie die «Badische Zeitung» berichtet.

Die Auswertung der Hinweise dauere jedoch noch an. «Ob sich aus den Hinweisen neue Erkenntnisse hinsichtlich des Verbleibs der Vermissten ergeben, kann zurzeit nicht gesagt werden», so Rahel Diers, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen, gegenüber der Zeitung.

Familie hat die Hoffnung auf ein Wiedersehen noch nicht aufgegeben

In der Sendung «Aktenzeichen XY – ungelöst» wird Scarlett von ihrem Vater als lebensbejahende, reisefreudige und neugierige junge Frau beschrieben. Ihr grösster Plan war die Heirat ihres Freundes Joey, welchen sie auf einer Reise in Myanmar kennengelernt hatte. Vier Monate war sie mit dem Chinesen unterwegs. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten beide in ihre Heimatländer zurückkehren. Wie Daten der Polizei zeigten, telefonierte die 26-Jährige kurz vor ihrem Verschwinden mit ihm per Video. Ihr Handy konnte danach nicht mehr geortet werden.

Scarletts Familie hat die Hoffnung auf ein Wiedersehen noch nicht aufgegeben. Sie setzte eine Belohnung von 12'000 Euro aus.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 1. Juli 2022 15:50
aktualisiert: 1. Juli 2022 15:50
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