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Klimawandel

Viele Klimaforscher besorgt über Entwicklung der Erderwärmung

1. November 2021, 17:05 Uhr
Viele Experten des Weltklimarates (IPCC) sehen die Entwicklung der Erderwärmung pessimistisch. Das berichtet die Fachzeitschrift «Nature» nach einer Umfrage unter 233 Autoren des letzten IPCC-Berichts vom August.
Trockenheit, Überschwemmungen, schmelzende Gletscher: 88 Prozent der von «Nature» befragten Klimaexperten sind der Meinung, dass die Welt eine Klimakrise erlebt. (Themenbild)
© KEYSTONE/AP XINHUA/LI JIAN

Von jenen 92 Wissenschaftlern, die die Anfrage beantworteten, gingen etwa 60 Prozent davon aus, dass die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts um mindestens 3 Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung erwärmen wird.

Gut 20 Prozent der Wissenschaftler hielten es für wahrscheinlich, dass das Ziel, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu begrenzen, noch erreicht wird. 4 Prozent hielten sogar eine Begrenzung auf 1,5 Grad für wahrscheinlich. Die Zeitschrift betont, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist - immerhin antworteten etwa 60 Prozent der Angeschriebenen nicht - und dass die Antworten der Teilnehmer persönliche Meinungen widerspiegeln.

Dennoch biete das Ergebnis Einblick in die Perspektive eines grossen Teils der Fachwelt, heisst es in dem «Nature»-Bericht. 82 Prozent der Teilnehmer gehen demnach davon aus, noch zu Lebzeiten katastrophale Auswirkungen des Klimawandels zu erleben. Gerade die Einschätzung von Klimaforschern sollte aufhorchen lassen, zitiert «Nature» die Klimageografin Diana Liverman von der University of Arizona in Tucson: «Die Tatsache, dass sie pessimistisch sind, sollte uns umso besorgter machen.»

https://www.nature.com/articles/d41586-021-02990-w

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. November 2021 17:05
aktualisiert: 1. November 2021 17:05