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Europa

WHO Europa: Tempo von Corona-Übertragungen besorgniserregend

4. November 2021, 12:55 Uhr
Europa befindet sich nach Angaben des zuständigen Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation WHO erneut im Zentrum der weltweiten Coronavirus-Pandemie. Das derzeitige Tempo der Virus-Übertragungen in den 53 Ländern der WHO-Region Europa sei sehr besorgniserregend, hiess es am Donnerstag.
ARCHIV - Ein Arzt nimmt einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
© Keystone/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Es sei nicht die Zeit für Selbstgefälligkeit, sagte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge, auf einer online übertragenen Pressekonferenz. «Wir befinden uns an einem weiteren kritischen Punkt des Wiederauflebens der Pandemie».

Im Laufe der vergangenen vier Wochen habe Europa einen Anstieg der Neuinfektionszahlen um mehr als 55 Prozent gesehen, sagte Kluge. In der vergangenen Woche seien 59 Prozent aller weltweit nachgewiesenen Corona-Fälle und 48 Prozent aller damit in Verbindung stehenden Todesfälle auf die Region entfallen. Für die Zunahme gebe es zwei Gründe: unzureichende Impfzahlen sowie die Lockerung von Corona-Beschränkungen.

«Europa ist zurück im Epizentrum der Pandemie, wo wir schon vor einem Jahr waren», sagte Kluge. Der Unterschied sei heute jedoch, dass man nun mehr Werkzeuge und Mittel zur Verfügung habe, um den Schaden für Gemeinschaften und die Gesellschaft zu mildern und zu verringern.

Zu diesen Werkzeugen zählte Kluge in erster Linie die Impfstoffe gegen Covid-19. «Die Impfstoffe retten weiterhin Tausende und Tausende Leben.» Die Länder in Europa und Zentralasien befänden sich in ihren Impfkampagnen jedoch in unterschiedlichen Phasen: Durchschnittlich nur 47 Prozent der Menschen in der Region seien bislang vollständig geimpft - und während acht Länder auf über 70 Prozent kämen, liege die Quote in zwei anderen bei unter 10 Prozent.

Die in Kopenhagen ansässige WHO Europa zählt 53 Länder zur europäischen Region. Darunter sind neben der EU auch östlichere Teile des Kontinents wie Russland, die Ukraine und die Türkei.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. November 2021 12:55
aktualisiert: 4. November 2021 12:55