Tödlicher Unfall

Baugrube in Feusisberg war nicht ausreichend gesichert

10. Juni 2022, 20:53 Uhr
Weil die Baugrube nicht fachmännisch gesichert wurde, kamen in Feusisberg vor einem Monat drei Bauarbeiter zu Tode. Beim Einsturz der Grube wurden sie verschüttet. Wer bei der Sicherung Kosten spart, geht ein grosses Sicherheitsrisiko ein.
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Quelle: Tele 1

Zum Einsturz kam es bei der Stützmauer. Laut Recherchen von TeleZüri sei die Baugrube in Feusisberg nicht fachmännisch gesichert gewesen. Das Spezielle an der Sache: Der Bauherr war gleichzeitig der Bauunternehmer – und dieser ist beim Unglück ums Leben gekommen. Indizien lassen vermuten, dass sich der Bauherr der Sicherheitsproblematik bewusst gewesen sei.

Baugrubensicherheit sei bei Bauherren nicht beliebt, weiss Reto Gilly, Spezialist für Baugrubensicherheit: «Es ist ein notwendiges Übel sozusagen, dass man eine Baugrube sicher macht. Diese verliert aber nach der Fertigstellung des Gebäudes seine Funktion. Deshalb ist das Interesse gross, dass man da Kosten einspart.»

Noch laufen die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz zum Grubenunglück in Feusisberg.

(red.)

Quelle: TeleZüri
veröffentlicht: 10. Juni 2022 20:47
aktualisiert: 10. Juni 2022 20:53
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