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Gesamterneuerungswahlen 2021

Lenzburger können Kandidaten selber Fragen stellen

4. Juni 2021, 17:22 Uhr
Die Online-Plattform «smartvote BePart» wird schweizweit zum ersten Mal eingesetzt.
© KEYSTONE/Gaetan Bally
Im Herbst 2021 stehen in Lenzburg die Gesamterneuerungswahlen an. Auf der Online-Plattform «smartvote BePart» können die Einwohnerinnen und Einwohner nun mitbestimmen, welche Fragen an die Kandidierenden gestellt werden sollen.

Bisher entwickelte der politisch neutrale Verein smartvote jeweils in Zusammenarbeit mit den Parteien oder der Stadtverwaltung einen wahlspezifischen Fragebogen zu aktuellen politischen Themen. Damit konnten die Wählerinnen und Wähler ihre politische Position mit derjenigen der Kandidierenden vergleichen und sich eine Wahlempfehlung erstellen lassen.

Bei den Gesamterneuerungswahlen des Einwohner- und Stadtrats in Lenzburg wird schweizweit allerdings zum ersten Mal die Online-Plattform «smartvote BePart» eingesetzt. Auf dieser Plattform können die Lenzburgerinnen und Lenzburger im Voraus aktiv bei der Gestaltung des smartvote-Fragebogens mitwirken und eigene Ideen oder Gedanken einbringen. Dadurch haben sie die Möglichkeit, dass sie den Kandidierenden Fragen zu relevanten Themen stellen können, wie Carine Hunziker von smartvote erklärt.

Erste Fragen bereits eingereicht

Vorschläge und Ideen können bis am Sonntag, 13. Juni 2021, eingereicht werden. Danach werden rund 15 bis 20 Einwohnerinnen und Einwohner per Los ausgewählt, welche die finale Auswahl der Fragen vornehmen. Sobald der Fragebogen fertig ist, werden alle Kandidierenden gebeten, die Fragen zu beantworten. Damit wird ihr politisches Profil erfasst. Im Anschluss können auch die Lenzburgerinnen und Lenzburger dieselben Fragen beantworten und schauen, mit welchen Kandidaten sie die grösste politische Übereinstimmung aufweisen.

Erste Einwohner haben die Möglichkeit bereits genutzt und ihre Fragen eingereicht. Unter anderem interessieren sie sich dafür, ob die Kandidierenden eine Fusion der Gemeinden Lenzburg, Staufen und Niederlenz begrüssen würden oder ob sich die Stadt Lenzburg verstärkt für die Integration von Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung einsetzen sollte. Weitere Fragen betreffen die Themenbereiche Digitalisierung, Bildung oder Gesundheit.

Weitere Kooperationen geplant

Auch in Zukunft will smartvote mit Gemeinden und Kantonen zusammenarbeiten, in denen Wahlen anstehen. Damit haben die Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, dass sie sich an der Fragebogengestaltung beteiligen können. Für die Stadtratswahlen in Baden und die Einwohnerratswahlen in Aarau ist jedoch noch keine Kooperation mit der Online-Plattform «smartvote BePart» geplant, wie Hunziker mitteilt.

(rce)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 7. Juni 2021 15:34
aktualisiert: 4. Juni 2021 17:22