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Öffentlicher Verkehr

Mitfahrsystem Taxito nimmt im Seetal den Betrieb auf

9. September 2021, 10:19 Uhr
Das spontane Mitfahrsystem Taxito hat es vom Luzerner Hinterland bis ins Seetal geschafft: Elf neue Haltestellen zwischen Hochdorf und Meisterschwanden sind am Donnerstag offiziell eingeweiht worden. Das Angebot soll den ÖV in der Grenzregion ergänzen.
Das Mitfahrsystem Taxito, wie es bereits im Luzerner Hinterland im Einsatz ist, wird neu auch im Seetal angeboten. (Symbolbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Gebiet zwischen den Kantonen Aargau und Luzern ist die Seetalbahn zwischen Lenzburg und Luzern. Nicht an diese Linie angeschlossen ist allerdings etwa der Raum Meisterschwanden am Hallwilersee. Zudem klagen Gemeinden mit Buserschliessung über Angebotslücken.

Für eine kantonsüberschreitende Busverbindung in der Region fehlt das Potenzial. Als Alternative lancierten die beiden regionalen Entwicklungsträger «Lebensraum Lenzburg Seetal» und «Idee Seetal» daher das Projekt Taxito, das seit 2015 im Luthertal im Einsatz ist.

Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht, kommuniziert per SMS seine Wunschdestination, die auf den Haltestellen am Strassenrand aufleuchtet. Autofahrer können sodann ohne Voranmeldung den Fahrgast gegen eine Entschädigung von 2,90 Franken ans Ziel bringen. Das System speichert die Informationen zu Fahrer, Fahrgast und Strecke.

Dieses Gebiet mit elf Haltestellen deckt das Mitfahrsystem Taxito in der Startphase ab. Die Standortgemeinden, der Verkehrsverbund Luzern, Kanton Aargau und die SBB finanzieren die Einführungsphase bis Herbst 2023.
© Taxito

Von Chur bis Genf

Taxito Seetal startet mit Haltestellen in Aesch, Bettwil, Buttwil, Fahrwangen, Hitzkirch Dorf, Gelfingen, Mosen, Hochdorf, Meisterschwanden und Schongau. Auch in Muri wird ein Taxito-Point aufgestellt. Die Einführungsphase bis im Herbst 2023 finanzieren die Standortgemeinden, der Verkehrsverbund Luzern (VVL), der Kanton Aargau und die SBB.

Mittlerweile gibt es Taxito auch im Raum Emmental-Entlebuch, im Bündnerland und bei Genf.

(ova)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 9. September 2021 10:19
aktualisiert: 9. September 2021 10:19