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Aargauerin mit Assistenzhund findet keine Wohnung – dabei werde der Hund gequält

Verzweifelte Suche

«Meine Kleine wurde mit Steinen beworfen!»: Aargauerin mit Assistenzhund findet keine Wohnung

16.04.2024, 21:00 Uhr
· Online seit 16.04.2024, 20:47 Uhr
Niemand kann sie so gut beruhigen, wie ihre Hündin Grace. Sabrina Laube ist wegen der Krankheit auf ihre Vierbeinerin angewiesen. Die Nachbarschaft hat aber Mühe mit dem eingespielten Team. Es gehe sogar so weit, dass sie angespuckt oder mit Steinen beworfen werde. Deshalb sucht Sabrina Laube dringend eine neue Wohnung. Das stellt sich aber als grosse Herausforderung heraus.
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Wegen einer Panik- und Angststörung ist Sabrina Laube auf ihre Assistenzhündin Grace im Alltag angewiesen. Diese merkt nämlich bereits im Voraus, wenn ihre Besitzerin Schwierigkeiten hat und macht sie auf nahende Attacken aufmerksam.

An ihrem aktuellen Wohnort in Windisch ist das Leben aber aber momentan schwierig wegen einigen Nachbarn schwierig, sagt Laube: «Es geht wegen der Lärmbelästigung einfach nicht mehr. Und ‹die Kleine› wird gequält. Mit Steinen bewerfen und anspucken – das ist einfach nicht mehr lustig», entrüstet sich die 38-Jährige.

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Sie sucht deshalb eine neue Bleibe im Ort. Es flattere aber eine Absage nach der anderen herein, Laube weiss nicht mehr weiter: «Einen Mensch mit Rollstuhl weist man ja auch nicht ab. Nur, dass ich nicht nicht im Rollstuhl sitze, sondern dass sie mein Hilfsmittel ist» sagt sie mit Blick auf ihre Hündin. Die IV-Bezügerin schreibt in ihren Bewerbungen jeweils von ihrem Assistenzhund in Ausbildung. In einer Absage sei prompt die Begründung gekommen, man wolle keine Haustiere.

Bloss: Nur Haustier ist Grace nicht. Ohne ihre Assistentin würde sie sich nicht aus dem Haus trauen, sagt Sabrina Laube: «Wenn ich rausgehe, dann brauche ich sie, wenn ich eine Panikattacke kriege. Im ÖV, beim Einkaufen, oder wenn ich mit Kollegen zusammen sein will.»

veröffentlicht: 16. April 2024 20:47
aktualisiert: 16. April 2024 21:00
Quelle: ArgoviaToday

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