Steuerhinterziehung

Gefängnis knapp entgangen: Familie muss Strafe für Steuerhinterzieher bezahlen

· Online seit 11.03.2024, 17:24 Uhr
Am Sonntag ist der deutschen Polizei beim Aargauer Grenzübergang in Koblenz bei einer Kontrolle ein Steuerhinterzieher ins Netz gegangen. Der Mann entging nur knapp einer Gefängnisstrafe, weil ein Familienmitglied herbeieilte und die offene Geldstrafe bezahlte.
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Der 53-jährige Mann war laut einer Mitteilung der deutschen Bundespolizei per Haftbefehl gesucht. Der Grund: Wegen Steuerhinterziehung verhängte ein deutsches Gericht eine Geldstrafe gegen den in der Schweiz wohnhaften deutschen Staatsbürger. «Da der Gesuchte weder die Strafe bezahlte, noch die Ersatzfreiheitsstrafe antrat, erliessen die Justizbehörden Haftbefehl», heisst es in der Mitteilung weiter.

Am Sonntagmorgen wurde der 53-Jährige dann bei einer Kontrolle der deutschen Bundespolizei am Grenzübergang Waldshut erwischt. Bei der Überprüfung der Personalien des Mannes stellte sich heraus, dass gegen den in der Schweiz wohnhaften Deutschen ein Haftbefehl hängig war.

Der Mann hatte noch die Möglichkeit, die Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro vor Ort zu bezahlen und so einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe zu entgehen. Weil der 53-Jährige den Betrag aber nicht bezahlen konnte, musste seine Familie für ihn einspringen. Ein Angehöriger brachte das Geld zum Bundespolizeirevier in Waldshut – daher musste der 53-jährige Mann nicht ins Gefängnis.  

(ova)

veröffentlicht: 11. März 2024 17:24
aktualisiert: 11. März 2024 17:24
Quelle: ArgoviaToday

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