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Gemeindefinanzen

3,5 Millionen: Stadt Olten verzeichnet Verlust für 2024

· Online seit 29.09.2023, 11:00 Uhr
Das Gemeindeparlament von Olten präsentiert ein defizitäres Budget. Grund dafür ist die neue Schulanlage Kleinholz. Hinzu kommen Teuerungsausgleich, steigende Personalkosten und die Sanierung des Krematoriums. Das Defizit sei wegen des Bilanzüberschüsses aus dem 2022 aber verkraftbar.
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Bei einem Gesamtaufwand von 144,5 Millionen Franken beträgt das Defizit 3,5 Millionen, das sind rund 2,5 Prozent des Bruttoaufwandes, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Aufgrund des hohen Bilanzüberschusses per Ende 2022 von rund 105 Millionen Franken sei dies gut verkraftbar.

Schulanlage Kleinholz prägt Budget

Die Personalkosten steigen um rund 4,8 Prozent, verursacht von mehreren zusätzlichen Stellen, insbesondere im Sozial- und im Bildungsbereich; letzterer benötigt für die Inbetriebnahme der Schulanlage Kleinholz und der Talentförderklassen zusätzliches Personal. Hinzu kommt ein Teuerungsausgleich von 1,5 Prozent. Auch der Sachaufwand ist geprägt durch die Ausrüstung der Schulanlage Kleinholz und deren wiederkehrende Betriebskosten. Und schliesslich sind auch die Nettoinvestitionen von 23,45 Millionen Franken stark vom Bau der neuen Schulanlage beeinflusst.

Hinzu kommen hohe Investitionen für die Sanierung des Krematoriums. Vorangetrieben werden weitere Grossprojekte wie die Stadtteilverbindung Hammer, die Sanierung des Garderobengebäudes der Badi, die Erneuerung des Kunstmuseums und der Neue Bahnhofplatz Olten. Von den Nettoinvestitionen können nur 5,9 Millionen Franken selber finanziert werden. Dennoch wird der Steuerfuss vorläufig bei 108 Prozent belassen.

Hohe Investitionen sind problematisch

Die geplanten Investitionen im steuerfinanzierten Bereich sehen für die nächsten sieben Jahre Nettoinvestitionen im Betrag von rund 114,1 Millionen Franken vor. Diese Investitionen werden zu rund 21 Prozent von der Stadt selber getragen werden können. Die restlichen 79 Prozent müssen durch die Aufnahme von zusätzlichem Fremdkapital finanziert. Die per Ende 2022 ausgewiesene Pro-Kopf-Verschuldung von 1189 Franken wird sich innerhalb von nur zwei Jahren auf über 2800 Franken erhöhen.

Mit den Investitionen wird sich die Stadt Olten weiter stark verschulden.Um die Verschuldung nicht allzu stark anwachsen zu lassen, ist ab dem Jahr 2026 eine Steuerfussanpassung für natürliche und juristische Personen um 2 Punkte auf 110 Prozent vorgesehen. Ab dem Jahr 2028 ist eine weitere Erhöhung auf 112 Prozent eingeplant.

Das genaue Budget der Stadt Olten kannst du dir hier anschauen.

(mtg/dwy)

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Quelle: 32Today
veröffentlicht: 29. September 2023 11:00
aktualisiert: 29. September 2023 11:00
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