Sicherheit in Aarau

«Die Normalität ist zurückgekehrt» – Stadtpolizei zieht positive Bilanz

11. Januar 2023, 17:51 Uhr
Weniger Fälle von häuslicher Gewalt und weniger Einsätze wegen Streitereien auf offener Strasse. Die Zahlen 2022 der Stadtpolizei Aarau sind auf den ersten Blick positiv zu werten. Die Zahl der Einsätze in gewissen Bereichen bleibt aber zu hoch, bilanzieren die Verantwortlichen.
Hatten 2022 durchschnittlich etwas weniger Einsätze als im Vorjahr: Die Polizistinnen und Polizisten der Stadtpolizei Aarau.
© Aargauer Zeitung / Fabio Baranzini
Anzeige

Die Normalität sei zurückgekehrt, so die zuständige Aarauer Stadträtin Silvia dell'Aquila am Mittwoch vor den Medien. Die grossen Überraschungen oder Ausreisser in Sachen Polizei-Einsätze blieben bei der Präsentation der Aarauer Polizei-Zahlen aus. Dennoch kämpft die Stadtpolizei noch immer mit einer hohen Zahl an Einsätzen gerade im Bereich der häuslichen Gewalt oder beim Schlichten von Streitereien und Drohungen auf offener Strasse.

Weniger Fälle von häuslicher Gewalt

126 Mal ist die Aarauer Stadtpolizei letztes Jahr wegen häuslicher Gewalt ausgerückt. Das ist ein Viertel weniger als im Vorjahr. Es sei aber immer noch zu viel, so Daniel Ringier, Leiter der Stadtpolizei Aarau. «Das ist immer noch dramatisch, wie viele Fälle zu uns kommen. Hinzu kommt die Dunkelziffer. Ich denke hier immer an die Kinder, die von solchen Streitigkeiten betroffen sind. Es schmerzt, dass wir nicht aus diesem Hamsterrad kommen», sagt Daniel Ringier gegenüber Radio Argovia.

«Jung, männlich, besoffen»

Weniger Einsätze gab es für die Polizei auch im Bereich «Intervention bei Streit/Drohung». Dennoch mussten die Polizistinnen und Polizisten über 300 Mal ausrücken, um Streitereien auf offener Strasse zu schlichten. Das durchschnittliche Täterprofil sei häufig gleich: «Jung, männlich, besoffen», so Daniel Ringier weiter.

Feuerwehr rückte vergebens aus

Mehr Fälle gab es dagegen bei der Aarauer Feuerwehr, wenn auch nur marginal. Ein paar Brände mehr, ein paar Personenrettungen mehr, dafür ein paar Tierrettungen weniger. Auffällig ist die Tatsache, dass die Feuerwehr im letzten Jahr gleich dreimal vergebens aufgeboten wurde. So beispielsweise bei einem Anrufer, der den Grill-Plausch des Nachbars als Feuer-Alarm identifizierte, erklärt der zuständige Feuerwehrkommandant David Bürge.

(web)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 11. Januar 2023 22:11
aktualisiert: 11. Januar 2023 22:11