Mord in Killwangen

Mutmasslicher Täter will vor Aarauer Obergericht seine Unschuld beweisen

11. Mai 2022, 19:49 Uhr
Sieben Mal hat er auf das Opfer eingestochen. Ein 43-Jähriger aus Killwangen tötet den Onkel seiner Ehefrau. Das Ganze passiert vor rund drei Jahren. Das Gericht verurteilt den Messerstecher zu 17 Jahren Haft. Das will er aber nicht akzeptieren und kämpft vor Obergericht gegen die Gefängnisstrafe.
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Quelle: TeleM1

Familientreffen am Mittwochmorgen auf dem Weg zum Obergericht in Aarau. Der 44-jähriger Schweizer Izet C. will seiner Tochter einen Kuss geben, er sieht sie sonst nie ausserhalb des Gefängnisses. Nach dem Kuss will er vor dem Obergericht weiterkämpfen und seine Unschuld beweisen. Ihm wird zur Last gelegt, vor rund zweieinhalb Jahren den Onkel seiner Ehefrau vor seiner Wohnung erstochen zu haben.

Seine Verteidigerin ist der Meinung, dass die Beweislage nicht für eine Verurteilung reichen dürfe. «Das Ganze ist ein Indizienprozess. Es gibt weder feststehende Tatsachen, noch Beweismittel. Hinzu das fehlende Motiv und die fehlende Tatwaffe», gibt Verteidigerin Andrea-Ursina Bieri gegenüber TeleM1 an.

Das sieht die Staatsanwaltschaft anders. Der Tatablauf sei klar dokumentiert. Zum Beispiel soll der graue Audi von Izet C. sein Opfer vor der Tat von Schlieren nach Killwangen verfolgt haben. Zusätzlich habe sich auch das Handy des mutmasslichen Täters mit Antennen der Region verbunden.

Wie das Obergericht letztendlich entscheidet, siehst du im Beitrag von TeleM1 (Video oben).

(red.)

Quelle: TeleM1/ArgoviaToday
veröffentlicht: 11. Mai 2022 20:37
aktualisiert: 11. Mai 2022 20:37
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