Doppelt so schnell

Aargauer Jugendliche sorgen mit frisierten E-Trottis für Anzeigenflut

04.02.2024, 20:36 Uhr
· Online seit 04.02.2024, 20:35 Uhr
Früher waren es Mofas, heute frisieren Jugendliche E-Trottinette: Doppelt so schnell oder noch schneller tunen sie ihre Flitzer und oft düsen sie zu zweit oder zu dritt darauf herum. Das beschäftigt die Polizei und auch die Jugendstrafbehörden.

Quelle: Tele M1

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Mit E-Trottis wird viel Schabernack getrieben. Ob betrunkene Strolchenfahrten, zu dritt auf einem Gefährt oder mit massiv überhöhter Geschwindigkeit und einem getunten Trotti – die Liste der Vergehen ist lang.

Auch im Aargau gibt es Stunk wegen E-Fahrzeugen. Viele Jugendliche frisieren ihre Flitzer. Dies ist sowohl der Polizei als auch den Jugendstrafbehörden ein Dorn im Auge. Die Stadtpolizei Baden führt deshalb vermehrt Kontrollen durch. «In den Kontrollen ist es so, dass wir den Jugendlichen aufgrund seines Fahrverhaltens anhalten oder einer anderen Feststellung, die wir machen. Sei das, dass er auf dem Trottoir unterwegs ist oder sie zu zweit fahren. Das ist beides nicht erlaubt», erklärt Markus Meyer, Fachspezialist Verkehr bei der Stadtpolizei Baden, das Vorgehen.

Im letzten Jahr gab es bei der Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau fast 190 Anzeigen wegen elektrischen Fahrzeugen. Oft wegen fehlender Ausweise – aber auch wegen Unfällen. Beatriz Gil Fernandez, Leiterin der Jugendanwaltschaft, betont: «Hier sind alle in der Verantwortung. Die Eltern sind verantwortlich, dass sie so ein Gerät einem Jugendlichen nicht überlassen, wenn er keinen Fahrausweis hat. Und sie sind in der Verantwortung, dass nicht jüngere Geschwister auf diesem Gerät mitfahren. Weil sonst machen sich am Ende alle strafbar.»

(red.)

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veröffentlicht: 4. Februar 2024 20:35
aktualisiert: 4. Februar 2024 20:36
Quelle: ArgoviaToday

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