Aargau/Solothurn

«Eine Nacht-S-Bahn zwischen Aarau und Rotkreuz ist schon längst fällig»

Petition lanciert

«Eine Nacht-S-Bahn zwischen Aarau und Rotkreuz ist schon längst fällig»

· Online seit 05.02.2024, 18:25 Uhr
Auf der Bahnstrecke ins und durch das Freiamt gibt es in der Nacht aus den grösseren Städten keine ÖV-Verbindung. Vor allem am Wochenende ist das mühsam, findet der Murianer Stefan Burkard und lanciert eine Petition.
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Viele Freiämterinnen und Freiämter zieht es für den Ausgang mit Freunden, Kinobesuche oder sonstigem Vergnügen in die grösseren Städte wie Aarau, Lenzburg, Luzern, Zug oder Zürich. Oft wird für die Anfahrt und die Heimreise der öffentliche Verkehr benutzt. Wer allerdings ohne grösseren Aufwand nach Hause kommen will, muss teilweise schon kurz nach Mitternacht auf den letzten Zug hetzen.

Die letzte Verbindung beispielsweise von Aarau nach Muri, mit mühsamem Umsteigen in Lenzburg, startet in der Nacht auf Sonntag um 00.18 Uhr. Danach kommt man mit dem Zug erst ab 5.15 Uhr wieder in Richtung Freiamt, ohne Umsteigen sogar erst ab 5.50 Uhr.

Damit sich das in Zukunft verbessert, hat der Murianer Stefan Burkard bei der Plattform «Onlinepetition» am vergangenen Wochenende eine Unterschriftensammlung lanciert, wie die Aargauer Zeitung berichtet. Er fordert mit seinem Vorstoss die Einführung einer Nacht-S-Bahn auf der Strecke Aarau/Lenzburg–Rotkreuz, der heutigen S26.

Petition soll die Aufmerksamkeit für das Thema wecken

Als Ziel hat sich Burkard die Marke von 500 Unterschriften gesetzt. Gerichtet ist die Petition an die SBB, die Frist läuft bis zum 1. Mai. «Die Idee für diese Petition ist eigentlich ganz spontan entstanden. Ich und auch Leute in meinem Umfeld nerven sich oft, wenn man mit dem ÖV nicht mehr heimkommt», sagt der 26-jährige Burkard zur AZ.

Auf der Strecke Zürich–Luzern gebe es sowohl bereits Nachtzüge mit Halt in Rotkreuz, als auch Nachtzüge von Winterthur über Zürich nach Lenzburg und Aarau. Es fehle somit nur noch eine Nacht-S-Bahn zwischen Aarau und Rotkreuz. «Ein Nachtzug auf dieser Strecke ist schon längst fällig», erklärt der Petitionär. Natürlich wäre dieser in beiden Richtungen wünschenswert.

Burkard ist bewusst, dass es noch ein langer Weg ist zu den gewünschten Nachtzügen durchs Freiamt. Angebracht seien sie nur an den Wochenenden und zwei pro Nacht wären schon hilfreich. Der Murianer meint weiter: «Mit der Petition geht es mir auch darum, dass die Leute überhaupt darüber diskutieren und so Aufmerksamkeit für das Thema entsteht.» Wenn alle sich nur ärgern würden, dass es keine Nachtzüge gibt, aber nichts unternähmen, würde sich nichts ändern.

«Nicht mehr während eines Konzerts mit dem letzten Zug nach Hause»

Dass die Thematik auf Interesse stösst, zeigt ein Blick auf die Petitionswebsite. Innerhalb der ersten knapp drei Tage haben schon rund 60 Personen unterschrieben, teilweise auch aus dem Bezirk Lenzburg. Einige von ihnen haben auch einen Kommentar hinterlassen.

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Jemand schreibt zum Beispiel: «Es sollte 1 bis 2 Nachtzüge von Aarau in kleinere regionale Städte/Orte wie Wohlen, Muri und so weiter geben. Für Arbeiter von Nachtschichten oder mindestens am Wochenende, damit man mehr Stadtkultur geniessen kann, da es in kleineren Ortschaften nicht viel hat.» Eine weitere Person meint in ihrem Kommentar: «Ich möchte abends nicht mehr während eines Konzerts mit dem letzten Zug schon nach Hause fahren.»

(Marc Ribolla / Aargauer Zeitung)

veröffentlicht: 5. Februar 2024 18:25
aktualisiert: 5. Februar 2024 18:25
Quelle: Aargauer Zeitung

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