Aargau/Solothurn
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Schwerer Fall in Bremgarten: Mann (47) wegen Besitz von 1,5 Millionen Kinderporno-Dateien verurteilt

Bezirksgericht Bremgarten

1,5 Millionen Kinderporno-Dateien: Mann (47) muss 5 Jahre hinter Gitter

· Online seit 07.03.2024, 21:22 Uhr
Am Donnerstag sass ein 47-jähriger Deutscher aus der Region Bremgarten auf der Anklagebank. Knapp 1,5 Millionen kinderpornographische Dateien fanden Ermittler auf seinen Geräten. Ausserdem soll er auch verschiedene Chatplattformen betrieben haben, auf denen die Videos verbreitet wurden – und solche auch selbst gedreht haben.

Quelle: Tele M1

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Die Liste der Vorwürfe ist lang: Ein 47-Jähriger Deutscher, wohnhaft im Bezirk Bremgarten, soll nicht nur eine Vielzahl von Kinderpornografie besessen, sondern diese auch noch auf einer von ihm betriebenen Plattform zum Tausch angeboten haben. Aussserdem soll er auch selbst Bilder und Videos produziert haben.

Kein Einzelfall

Laut Adrian Schuler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Aargau, ist diese Tat bei weitem kein Einzelfall: «Es ist leider so, dass es solche Delikte relativ häufig gibt. In so einem Umfang ist es aber tatsächlich selten. Es ist ein schlimmes Beispiel, für das, was wir im Internet sehen – aber für uns ein schönes Beispiel für internationale Zusammenarbeit in der Strafverfolgung.»

Erfolg dank internationaler Zusammenarbeit 

Der Tipp, der zur Verhaftung des Mannes führte, kam aus Deutschland. Die Polizei erwischte dort einen Besucher des Forums «Babyclub», dessen Betreiber der im Aargau wohnhafte Mann sein soll. Verdeckte Ermittler gaben sich dann als User aus und konnten so den Administrator, einen 47-jährigen Deutschen, ausfindig machen.

Am 1. Februar vergangenen Jahres verhaftete die Polizei ihn an seinem Wohnort auf dem Mutschellen. Bei der anschliessenden Durchsuchung seines Computers fanden die Ermittlungsbehörden fast 1,5 Millionen Dateien mit kinderpornografischem Inhalt.

Fünf Jahre hinter Gitter

Der Beschuldigte bestritt an der Verhandlung am Donnerstag keinen der dargelegten Anklagepunkte. Er forderte allerdings eine mildere Freiheitsstrafe von nur zweieinhalb Jahren. Diesem Wunsch kam das Bezirksgericht jedoch nicht nach. Die Staatsanwaltschaft forderte ursprünglich sechs Jahre – schliesslich wurde der 47-Jährige zu fünf Jahren Haft und einer begleitenden Therapie verurteilt. Nach Absitzen der Haftstrafe muss der Deutsche die Schweiz ausserdem für mindestens zehn Jahre verlassen.

(red.)

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veröffentlicht: 7. März 2024 21:22
aktualisiert: 7. März 2024 21:22
Quelle: ArgoviaToday

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