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Nach Schussabgabe beim Schulhaus in Villmergen: 4 junge Männer landen vor Gericht

Villmergen

Nach Schussabgabe beim Schulhaus: 4 junge Männer landen vor Gericht

· Online seit 05.03.2024, 20:55 Uhr
Vor fast vier Jahren sind zwei Gruppen von Jugendlichen in Villmergen aneinandergeraten. Unter anderem waren ein Messer sowie ein Schlagobjekt im Spiel. Zudem schoss ein Beteiligter mit einer Waffe um sich. Nun mussten sich vier Männer vor Gericht verantworten.

Quelle: Tele M1

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Es waren filmreife Szenen, die sich vor fast vier Jahren beim Schulhaus Mühlematten in Villmergen abspielten. Zwei Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gingen im April 2020 aufeinander los. Beim Konflikt soll unter anderem ein Messer im Spiel gewesen sein. Zudem sind auch Schüsse gefallen.

«Ich hatte wirklich sehr Angst und war schockiert»

Bei den Anwohnenden sorgte die Auseinandersetzung für Aufregung, wie sie damals gegenüber Tele M1 schilderten. «Wir sassen gemütlich auf der Terrasse und dann hörten wir plötzlich Schüsse», erzählte ein Mann. Eine anderer Anwohner ergänzte: «Ich hatte wirklich sehr Angst und war schockiert.» Der Streit ist wegen einer offenen Rechnung für Marihuana ausgebrochen.

Quelle: TeleM1 / Archivbeitrag vom 13. April 2020

Von den zehn Beteiligten mussten am Dienstag die vier Personen, die damals schon volljährig waren, beim Bezirksgericht Bremgarten antraben. Zwei davon gehörten zur bewaffneten Angreifer-Gruppe. Sie schilderten dem Richter, dass sie sich aufgrund des Gruppendrucks nicht trauten, die Auseinandersetzung zu beenden.

Gericht spricht zwei Beschuldigte frei

Immerhin: Bei der Schussabgabe wurde niemand verletzt, die Schüsse schlugen im Boden ein. Die beiden Angeklagten, die zur angegriffenen Gruppe gehörten, wurden vor Gericht freigesprochen. Anders wurde bei den beiden Angreifern entschieden. Der Haupttäter und Waffenbesitzer muss für 11 Monate ins Gefängnis, sein ehemaliger Freund erhielt eine bedingte Haftstrafe.

(red.)

veröffentlicht: 5. März 2024 20:55
aktualisiert: 5. März 2024 20:55
Quelle: ArgoviaToday

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