«Die Schönsti Gmeind»

«Einmal Seengen, immer Seengen» – die Highlights der Gewinnersendung im Video

30. November 2022, 18:50 Uhr
Tausende haben für die schönste Aargauer Gemeinde abgestimmt und Seengen hat gewonnen. Am Mittwoch sendete Radio Argovia daher direkt von der «schönsti Gmeind». Im Video kannst du dir nochmals die Highlights der Live-Sendung anschauen.

Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

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Seengen hat einiges zu bieten und überzeugt damit die Mehrheit der Abstimmenden beim Voting zur schönsten Gemeinde im Aargau. Mit klarem Vorsprung setzte sich die Seengen mit rund 4300 Einwohnerinnen und Einwohner an die Spitze der Gemeinde-Liste. Schon seit Beginn der Abstimmung kristallisierte sich Seengen als Favorit heraus und gab den ersten Platz fortan nicht mehr frei. «Geweibelt haben wir nicht», sagt Gemeindeammann Jörg Bruder zu ArgoviaToday. «Es ist spitzenmässig.»

Um diesen ersten Platz auch gebührend zu feiern, machte Radio Argovia in einem mobilen Sendestudio am Mittwoch von 10 Uhr bis 15 Uhr direkt vor Ort in Seengen eine Live-Sendung. Für einen warmen Punsch, Tee oder Kaffee und kleine Snacks sorgten die Seengerinnen und Seenger gleich selbst. Schon bei Sendestart waren die ersten Besucherinnen und Besucher am Kiesplatz gegenüber des Weinguts Lindenmann anzutreffen.

Auch zahlreiche lokale Persönlichkeiten waren dazu eingeladen, sich mit den beiden Moderierenden Nicole Bühler und Tristan Scherer auszutauschen und im Gespräch darüber zu berichten, was denn das Besondere und vor allem Schöne an Seengen ist. Eine von ihnen ist Katja Rohrer, die Inhaberin des «Chäs-Paradies». Seengen sei vor allem landschaftlich sehr schön und es gebe hier ein grosses Gewerbe. «Wir arbeiten alle zusammen, das macht es so spannend.» Vor allem das Fondue der Käserei ist überregional bekannt. «Wir haben sieben Sorten im Angebot. Darüber hinaus verkaufen wir das ganze Jahr über zwischen 120 und 140 verschiedene Käsesorten», so Rohrer. Daneben machen sie auch Joghurt, Quark und Glacé selbst. «Unsere Milch ist regional, wir verarbeiten alles frisch und es sind natürliche Produkte. Ich glaube, dass ist unser Erfolgsrezept», erklärt die Käseexpertin im Gespräch.

Logisch, dass Katja Rohrer somit für das Zmittag im mobilen Sendestudio sorgte und für die Moderierenden ein feines Raclette zusammenstellte. Als Beilage dienten – neben der reichlichen Käse-Auswahl – heisse Kartoffeln, Mais, gefüllte und eingelegte Tomaten, Zwetschgen, Senf sowie natürlich das passende Gewürz.

Eine der grössten Arbeitgeber in der Gemeinde ist die Mühle in Seengen. Das Unternehmen gibt es schon seit 135 Jahren. Und auch über die Kantonsgrenze hinweg ist das Seenger Mehl bekannt. «Wir haben Kunden aus Zürich, Luzern und St. Gallen, die ihr Mehl bei uns beziehen», erzählt Mühle-Chef Matthias Häusermann. Sie seien hier verankert, verarbeiten das Getreide aus der Region und seien sowohl mit den Kundinnen und Kunden als auch mit den Lieferanten sehr eng verbunden. «Unschlagbar und bei weitem das schönste in Seengen ist allerdings die Aussicht vom Silo. Bei gutem Wetter blickt man über das ganze Seetal – von der Rigi bis hin zu Eiger, Mönch und Jungfrau.»

Ein richtiges Seenger Urgestein kam dann auch noch für einen kurzen Plausch vorbei. Matthias Bruder ist der Förster und ausserdem ein Ortsbürger. Für ihn ist es ganz klar, warum Seengen bei der Abstimmung ganz oben landete: «Einmal Seengen, immer Seengen.» Dazu komme das aktive Vereinsleben oder der Märliwald, welcher jedes Jahr viele Leute anziehe. «Und es ist eine extrem coole Sache», fügt Bruder an. Hinzu komme das alljährliche Chlauschlöpfe, das in der Gegend eine lange Tradition aufweist, und seit knapp 17 Jahren noch die Schneebar im Januar. «Die Community hier ist einfach toll.» Für ihn als Förster sei aber auch die schöne Gegend wichtig, die abwechslungsreichen Wälder «und Seengen ist einfach schön gelegen.» Schliesslich stammt Matthias Bruder aus einer regelrechten Försterdynastie, die sich bereits in der sechsten Generation befindet.

Feierliche Urkundenübergabe und danach ab ins Wasser 

Nach knapp vier Stunden Sendezeit war es dann endlich soweit. Der Gemeindeammann Jörg Bruder hat die Urkunde überreicht bekommen und damit ist Seengen jetzt auch offiziell «die schönsti Gmeind» im Aargau.

Die Nähe des Hallwilersees lädt selbstverständlich Gross und Klein noch auf einen «kleinen Schwumm» ein. Tiefe Temperaturen sind da nicht immer ein Hindernis. Dennoch hat sich – trotz mehrmaligen Aufrufens – weder eine Freiwillige noch ein Freiwilliger für einen kleines Anbaden im naheliegenden See finden lassen. Kurzerhand hat sich der ArgoviaToday-Video-Editor Severin Meyer erbarmt, beim Frauenbad ins kühle Nass zu steigen und es somit dem Moderator abgenommen. Für Severin ein Leichtes, war er doch «vor vier Wochen zuletzt in der Aare schwimmen.» Nach einer kurzen Runde war damit die Live-Sendung nun an ihrem Ende angelangt.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besucherinnen und Besucher für die vielen Geschenke, die tollen Gespräche und freuen uns auf die nächste Runde.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 1. Dezember 2022 05:59
aktualisiert: 1. Dezember 2022 05:59