Oensingen/Niederbipp

Rind büxt beim Schlachter aus – Flucht endet tödlich

24. März 2022, 14:42 Uhr
Im solothurnischen Oensingen ist am Donnerstagmorgen ein Rind vom Schlachthof des Fleischvertreibers Bell abgehauen. Der Wildhüter musste das Tier später in Niederbipp erschiessen.
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Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

Gegen 9.20 Uhr brach das Tier am Donnerstagmorgen aus dem Schlachthof in Oensingen aus, wie die Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage von ArgoviaToday bestätigt. Weil das Rind nervös gewesen sei, gestaltete sich das Einfangen schwierig. Auf der Flucht gelang es nach Niederbipp, wo das Tier auf einer Wiese vom Wildhüter gegen 10.30 Uhr erschossen wurde.

Die Kuh flüchtete aus dem Schlachthof des Fleischvertreibers Bell in Oensingen.

© Tele M1

Eine Augenzeugin erklärte gegenüber Tele M1, dass die Einsatzkräfte der Polizei das Rind auf der Wiese eingekreist hätten. Dort versuchte man offenbar, das ausgebüxte Tier mit einer Artgenossin zu beruhigen und einzufangen. Weil dies nicht gelang, setzte der Wildhüter zum Gnadenschuss an.

Mit dieser Kuh versuchten die Einsatzkräfte, das vom Schlachthof ausgebüxte Tier zu beruhigen.

© zVg

Die Flucht aus dem Schlachthof gelang, weil ein Chauffeur eines Transporters versehentlich eine Seitentüre des Transportfahrzeuges öffnete. Wie Bell gegenüber ArgoviaToday erklärt, gelang das Rind so auf den Manövrierplatz des Schlachtbetriebs, rannte einen Zaun um und konnte so das Gelände verlassen. Wie der Fleischvertreiber weiter erklärt, dürfen Tiere gemäss der Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle, die ausserhalb einer Schlachtanlage getötet werden, nur unter bestimmten Bedingungen für die menschliche Ernährung eingesetzt werden. «Diese Bedingungen waren in diesem Fall nicht erfüllt, weshalb der Kadaver entsorgt werden musste.»

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 24. März 2022 14:42
aktualisiert: 24. März 2022 14:42
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