Sicherheit

SBB sucht 800 Freiwillige für Rettungsübung im Bözbergtunnel

7. Juni 2022, 16:25 Uhr
Seit Herbst 2020 rollen Züge durch den neuen Bözbergtunnel. Den alten zweispurigen Tunnel hat die SBB zum Dienst- und Rettungsstollen umgebaut. Vor der Inbetriebnahme testet die SBB nun die Sicherheit der Tunnels. Dafür benötigt sie rund 800 Freiwillige.
Um die Sicherheit des neuen Bözbergtunnels zu testen, sucht die SBB 800 Figurantinnen und Figuranten. (Archivbild)
© KEYSTONE/Alexandra Wey

Die Rettungsübung mit dem Namen «SISSLE22» findet am 14. August in Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen und dem Kanton Aargau statt, wie die SBB am Dienstag mitteilte. Um den neuen Dienst- und Rettungsstollen des Bözbergtunnels auf seine Sicherheit zu prüfen, sucht die SBB nun 800 Freiwillige. Der heutige Rettungsstollen war vorher der alte zweispurige Tunnel.

Freiwillige ab 16 Jahren

Für die Übung «SISSLE22» wird der Notfallplan – zum Beispiel bei einem Unfall – simuliert und erprobt. So soll die Sicherheit der Reisenden im Zug gewährleistet werden, wie die SBB auf ihrer Webseite erklärt. Die 800 Freiwilligen, die für die Übung benötigt werden, müssen dabei mindestens 16 Jahre alt sein. «Viel mehr muss man nicht mitbringen», wie Sabine Baumgartner, Mediensprecherin der SBB, gegenüber ArgoviaToday erzählt. Alle weiteren Informationen, zu der Rolle, welche sie bei dem Notfallplan spielen werden, erfahre man vor Ort. «Es ist wichtig, dass sich die Freiwilligen an die Informationen auf dem Plan und ihre Rolle halten. Dies, weil es um die Simulation eines Ernstfalles geht», wie Baumgartner erklärt. Vor allem für die Einsatzkräfte sei das wichtig, damit sie so besser auf eine allfällige Notfallsituation reagieren könnten.

Die Teilnahme wird nicht entschädigt, alle Teilnehmenden werden aber verpflegt und erhalten als Dankeschön ein Souvenir. Falls nun dein Interesse geweckt ist, kannst du dich hier anmelden.

800 Freiwillige gesucht

Für die Simulation des Notfallplans werden rund 800 Freiwillige benötigt. Was sich nach viel anhört, entspricht jedoch der Normalität: «Wir gehen hier von der normalen Anzahl von Passagieren aus, welche sich in der Hauptzeit in einem Fernverkehrszug befinden. Dabei kommt man auf eine Anzahl von 800 Reisenden», so Baumgartner. In enger Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen des Kanton Aargaus kann so auf einen Ernstfall eingegangen werden.

Weder die 800 Freiwilligen noch die Einsatzkräfte wissen, was auf sie zukommt: «Es soll sich um eine natürliche Simulation handeln», so Baumgartner. Das sei auch der Grund, weshalb die Probanden erst vor Ort ihre Rolle zugeteilt bekommen.

Einschränkungen aufgrund der Übung

Wegen der Rettungsübung kommt es am 14. August zu Einschränkungen im Schienenverkehr. Laut der SBB verkehren die Züge zwischen Brugg und Frick nicht. Die Pendler müssen auf Busse umsteigen.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 7. Juni 2022 16:39
aktualisiert: 7. Juni 2022 16:39
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