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Studium

Semesterprüfungen und Quarantäne – wie geht das?

14. Januar 2022, 08:52 Uhr
An Universitäten und Hochschulen werden vermehrt wieder Prüfungen vor Ort abgehalten. Mehreren Medienunternehmen sind Fälle bekannt, bei denen Studierende trotz Corona an den Prüfungen teilnahmen, weil sie sonst länger für ihren Abschluss brauchen. Mit welchen Konsequenzen müsste man an der FHNW rechnen?
Der Fachhochschule Nordwestschweiz sind noch keine Fälle bekannt, bei denen Schülerinnen und Schüler trotz positivem Coronatest an die Prüfungstermine gingen.
© KEYSTONE/Walter Bieri

Die Nerven liegen bei vielen Studentinnen und Studenten momentan blank. Sie befinden sich mitten in der Prüfungsphase. Trotz der hohen Corona-Fallzahlen müssen viele der Schülerinnen und Schüler die Prüfungen nicht online, sondern in den Hochschulen und Universitäten absolvieren. Die Prüfungsschreibenden stören sich ab dieser Tatsache, da es bereits mehrmals vorkam, dass Corona-erkrankte Schülerinnen und Schüler trotz nachgewiesenem Test am Prüfungstermin auftauchten. Das schreibt die "bz Basel". Sie sollen Angst haben, dass sie durch eine verpasste Prüfung länger für ihren Abschluss brauchen.

FHNW führt hauptsächlich Präsenzprüfungen durch 

Auch auf die Fachhochschule Nordwestschweiz hagelte es in der Vergangenheit bereits grosse Kritik. So beklagten sich die Schülerinnen und Schüler der FHNW Muttenz gegenüber «20 Minuten», dass sie nicht verstehen, weshalb sie noch Prüfungen vor Ort schreiben müssen. Auf Anfrage von ArgoviaToday bestätigt Dominik Lehmann, Leiter Kommunikation der FHNW, dass die Mehrheit der Hochschulen der FHNW «unter Einhaltung aller Schutzmassnahmen primär Präsenzprüfungen durchführt.» Es gibt jedoch einzelne Hochschulen an der FHNW, die fast vollständig auf Online-Prüfungen setzen.

Durch die Anpassung der Verordnung vom Bundesrat am 17. Dezember 2021 ist es den Hochschulen wieder gestattet, Prüfungen vor Ort durchzuführen. Das jedoch nur unter Einhaltung eines Schutzkonzepts. «Die Prüfungen der FHNW wurden gemäss diesen Vorgaben sorgfältig geplant», so Lehmann. Dazu gehört das Einhalten des Abstands, eine Maskenpflicht sowie die 3G-Regelung.

«Uns sind keine solchen Fälle bekannt»

Fälle, bei denen Studierende trotz positivem Coronatest an einer Prüfung teilnahmen, sind der FHNW nicht bekannt. «Ein solches Vorgehen würde gegen das Schutzkonzept der FHNW verstossen», so Lehmann. Studentinnen und Studenten, welche mit Corona an eine Prüfung kommen, würden aus dem Gebäude und somit aus der Prüfung verwiesen werden. «Sie müssten die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Auch müssten sie mit studienrechtlichen Sanktionen rechen», so Lehmann.

Doch was passiert, wenn man aufgrund eines positiven Coronatests nicht an einer Prüfung teilnehmen kann? Was passiert, wenn ich eine Prüfung verpasse, wenn ich in Quarantäne bin? Laut Lehmann bietet die Mehrheit der Hochschulen der FHNW individuelle Lösungen, meist Nachholtermine an. «Die Nachholtermine befinden sich meist im selben Prüfungsfenster.» Aus organisatorischen Gründen können die Prüfungen jedoch erst im nächsten Semester nachgeholt werden. «Die FHNW ist jedoch bestrebt, dass die Corona-Massnahmen für die Studierenden zu keiner Verlängerung ihres Studiums führen.»

(mbr)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 14. Januar 2022 07:09
aktualisiert: 14. Januar 2022 08:52