Hundetoilette

Untersiggenthal setzt neu auf nachhaltige Robidog-Säckli

17. Januar 2022, 11:37 Uhr
Die grünen Eimer zur Entsorgung der Hundekotbeutel stehen in vielen Gemeinden rum. In Untersiggenthal werden die bisherigen Beutel aber durch eine nachhaltigere Alternative ersetzt. Wir haben nachgefragt, was es damit auf sich hat.
Untersiggenthal setzt in Zukunft auf nachhaltige Hundekotbeutel.
© Keystone SDA

Das Hundekot-Entsorgungssystem Robidog wurde vor gut 40 Jahren erfunden. Mittlerweile setzen rund 3'000 Gemeinden auf die Hundetoilette und die farbigen Kotbeutel der Firma «Robi AG», die ihren Sitz im aargauischen Wallbach hat. Auch in Untersiggenthal sind etwa 55 Eimer in der ganzen Gemeinde verteilt.

René Ingold, Leiter Haus- und Werkdienste Untersiggenthal, erklärt gegenüber ArgoviaToday, dass die neuen Beutel ein Recyclingprodukt aus industriellen Abfällen sind. «Damit sind sie verträglicher mit der Umwelt, während die Qualität mit den alten Robidog-Säckchen vergleichbar ist», so Ingold weiter. Ausserdem bieten die neuen Säckchen den Vorteil, dass sie ein bisschen günstiger sind.

Recycling bedeutet nicht biologisch abbaubar

Die Nachhaltigkeit bezieht sich allerdings lediglich auf den Herstellungsprozess. Der Einsatz von biologisch abbaubaren Beuteln habe sich laut der «Robi AG» nicht durchgesetzt. «Einerseits wegen der höheren Kosten, andererseits suggerieren biologisch abbaubare Hundekotbeutel dem Hundehalter, dass die Beutel in der Landschaft entsorgt werden können», wie die «Robi AG» auf ihrer Webseite schreibt. Zudem sollte Hundekot der Kehrichtverbrennung zugeführt werden, weil er krankheitserregende Keime enthalten könne.

René Ingold erzählt jedoch, dass die Hundehalterinnen und Hundehalter das Angebot im Grossen und Ganzen zuverlässig nutzen würden und die Beutel in die dafür vorgesehenen Eimer werfen. Die Beutel landen nur dann im Wald oder auf den Feldern, wenn nicht unmittelbar eine Robidog-Station in der Nähe sei. Auffallend ist jedoch, dass die Entsorgung besser funktioniert, seitdem in Untersiggenthal farbige Säckchen benutzt werden. «Die braunen Beutel landeten noch öfters im Wald, weil man sie nur schlecht sehen konnte. Die farbigen Säckchen sind hingegen auffälliger, weshalb sie nicht einfach in die Landschaft geworfen werden», erzählt René Ingold gegenüber ArgoviaToday.

Hundezunahme seit Corona

Ebenso wurde in Untersiggenthal die Beobachtung gemacht, dass es seit Beginn der Pandemie mehr Hunde gibt. Aus diesem Grund gehen Ingold und sein Team wöchentlich auf die sogenannten Robidog-Touren, um alle Eimer zu leeren. Einige dieser Kübel müssen sogar dreimal wöchentlich geleert werden. Ob das in Zukunft noch weiter zunehmen wird, wird sich mit dem Einsatz der neuen und nachhaltigeren Säckchen zeigen. In Untersiggenthal kommen diese Beutel voraussichtlich erstmals ab Februar zum Einsatz.

(rce)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 17. Januar 2022 15:42
aktualisiert: 17. Januar 2022 15:42
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