Schweiz

Betrüger ziehen Reisende über Buchungsportal ab

Neue Abzockmasche

Betrüger ziehen Reisende über Buchungsportal ab

18.02.2024, 08:21 Uhr
· Online seit 13.02.2024, 05:44 Uhr
Sie erscheinen oft täuschend echt, dienen aber nur dazu an Geld zu kommen: Phishing Mails. Zurzeit ist eine neue Betrugsmasche im Umlauf, mit der Reisende über das Buchungsportal Booking.com getäuscht und abgezogen werden.
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Fake-E-Mails zu Paketzustellungen, gefälschte Jobangebote auf WhatsApp und dubiose Nachrichten über einen Gewinn eines nie teilgenommenen Wettbewerbs. Wir alle kennen die vielseitigen Maschen, die sich Betrüger einfallen lassen, um im Namen eigentlich seriöser Unternehmen illegal an Geld zu kommen.

Aktuell im Umlauf ist ein neuer Betrugsversuch, der die Opfer um ihr Geld bringen soll: Eine täuschend echte Nachricht, die über das Buchungsportal Booking.com versendet wird. Dies schreibt kürzlich das Online-Portal «Merkur» und auch auf «watson» findet man einen Artikel über ähnliche Vorfälle. Auch Personen aus der Region berichten über trügerische Mails des Portals.

Es wird damit gedroht, dass die Reise ins Wasser fällt

Die Muster der Betrüger sehen in diesem Fall oftmals ähnlich aus. Man bucht wie gewöhnlich eine Reise über Booking.com. Kurz vor der Reise wird einem dann eine E-Mail im Namen des Portals zugesendet, worin man auf ein Problem mit dem gewählten Zahlungsmittel hingewiesen wird. Es wird damit gedroht, dass die Buchung sonst innert 24 Stunden storniert werden muss.

«You can verify your payment method through a personal link» steht weiter unten in dem Mail, das einem Leserreporter zugestellt wurde. Mit einem rettenden Link soll man also die Zahlungsmethode bestätigen und damit die Stornierung aufhalten können. Ein Fake.

Eine weitere Leserreporterin zeigt einen Chatverlauf im Namen des gebuchten Hotels. «Your credit card has not passed the security check in the reservation system and has been marked as invalid», steht da. Die Kreditkarte soll in einem Sicherheitscheck als ungültig eingestuft worden sein. Weiter wird auch hier dazu aufgefordert, die Karte in einem kurzen Prozess zu verifizieren und seine Daten anzugeben.

Hacker-Angriff in Systeme der Hotels

Die Betrüger scheinen dabei genau den gebuchten Ort und Zeitraum zu kennen. Im zweiten genannten Fall reagierte das Hotel kurze Zeit später und verwies in einer weiteren Nachricht auf den Spam. Man solle auf keinen Fall darauf reagieren.

Gegenüber «watson» bestätigt eine Pressesprecherin von Booking.com diese Betrugsversuche: «Einige unserer Unterkunftspartner wurden leider durch sehr überzeugende und ausgeklügelte Phishing-Taktiken dazu verleitet, auf Links in Phishing-E-Mails zu klicken oder Anhänge ausserhalb unseres Systems herunterzuladen, wodurch Malware auf ihre Computer geladen wurde. Dies führte in einigen Fällen zu einem nicht autorisierten Zugriff auf ihr Booking.com-Konto.» Dabei seien nicht die Systeme des Portals von einem Hacker-Angriff betroffen, sondern die Hotels, bei denen die Gäste gebucht haben.

So verhältst du dich richtig

Gemäss der Kantonspolizei St.Gallen darf man sich in einem solchen Fall nicht unter Druck setzen lassen. Kein seriöser Anbieter würde verlangen, dass man sich sofort entscheiden oder private Daten preisgeben soll.

Vorsicht ist besonders dann geboten, wenn beispielsweise Orthografie- und Grammatikfehler in der Mail vorkommen. Aber auch Aufforderungen, auf einen Link zu klicken oder persönliche Daten anzugeben, sind Hinweise auf Phishing-Mails.

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veröffentlicht: 13. Februar 2024 05:44
aktualisiert: 18. Februar 2024 08:21
Quelle: FM1Today

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