Corona

Gehen wir uns bald ein viertes Mal impfen?

Leonie Projer, 15. März 2022, 09:15 Uhr
Bei vielen ist der Booster bald vier Monate her. Würde die Empfehlung zur Auffrischungsimpfung nach vier Monaten auch für den Booster gelten, müssten wir uns bald ein weiteres Mal impfen. In der Schweiz gibt es aber noch keine Zulassung für die vierte Corona-Impfung. Wie weiter also?
Bei vielen Personen sind seit der Booster-Impfung vier Monate verstrichen. Müssen sie sich ein viertes Mal impfen lassen?
© Keystone/DPA/MORITZ FRANKENBERG
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Das BAG empfiehlt die Booster-Impfung vier Monate nach der zweiten Covid-Impfung. Bei einigen Personen liegt der Booster nun aber wiederum vier Monate zurück. Viele fragen sich, ob sie nun noch genügend vor dem Virus geschützt sind oder allenfalls eine vierte Impfung benötigen. In Israel wird diese bereits verabreicht.

Kann ich mich ein viertes Mal gegen Corona impfen lassen?

Damit man sich ein viertes Mal impfen lassen kann, müssen die Impfstoffhersteller bei Swissmedic einen Antrag für eine Indikationserweiterung einreichen. Dies habe bis jetzt noch kein Hersteller getan, bestätigt Swissmedic auf Anfrage. Somit könne man sich in der Schweiz vorerst nicht ein viertes Mal impfen lassen. Wenn ein Hersteller einen Antrag einreiche, werde dieser geprüft. «Swissmedic beurteilt den Antrag nach wissenschaftlichen Kriterien auf Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität. Sofern diese Kriterien erfüllt sind, würden wir eine Indikationserweiterung zulassen», so das Heilmittelinstitut.

Vierte Impfung laut BAG nicht nötig

Momentan gebe es keine wissenschaftlichen Belege, die den Nutzen der vierten Impfung belegen, schreibt Nani Moras, Mediensprecherin des Bundesamts für Gesundheit, auf Anfrage. Die Auffrischungsimpfung biete einen sehr guten Schutz vor einer schweren Erkrankung, auch bei über 60-jährigen Personen. Falls sich die Daten und die epidemiologische Lage aber ändern, sei man darauf vorbereitet. «Der Bund hat für 2022/23 genügend Impfstoffe bestellt, um allen eine zusätzliche Auffrischungsimpfung zu ermöglichen», so Moras. Die Kantone könnten – wenn nötig – innert kurzer Zeit die Logistik und die Infrastruktur sicherstellen.

(pro)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 15. März 2022 05:43
aktualisiert: 15. März 2022 09:15