Einschränkungen

Lockdown vor zwei Jahren – Rückblick auf eine verrückte Zeit

16. März 2022, 15:21 Uhr
Heute vor zwei Jahren, am 16. März 2020, rief der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» aus – für die Schweizer Bevölkerung begann damit ein einschneidendes Kapitel. Denn der damit verbundene Lockdown war Neuland.
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Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli

In der Nacht vom 15. auf den 16. März 2020 änderte sich unser Leben schlagartig. Der Bundesrat unterbrach nach einer kurzfristig anberaumten Sitzung am Sonntag, den 15. März 2020, die laufende Session. Einen Tag später rief er die «ausserordentliche Lage» und damit den Lockdown aus.

So berichtete TeleM1 über diesen einschneidenden Bundesrat-Entscheid:

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Quelle: TeleM1

Mit dem Lockdown brach eine neue Zeit an. Dinge, die uns vorher selbstverständlich schienen, wie Freunde treffen, Sport treiben oder einkaufen gehen, waren plötzlich verboten oder nur noch unter strengen Auflagen möglich. Man denke zurück an surreal wirkende Bilder von leergefegten Strassen, Parks und Einkaufszentren. Wer das Haus verlassen wollte, tat dies nur noch, wenn es wirklich nötig war. Und selbst dann begleitete einen das schlechte Gewissen, wenn auch subtil.

Von der aussergewöhnlichen Erfahrung zur Belastungsprobe

Während die ersten Tage und Wochen irgendwie noch aufregend waren, man die «positiven» Seiten hervorhob – plötzlich sprachen alle von «Entschleunigung», machten Yoga, schrieben Bücher – wurden die Massnahmen immer mehr zur Belastung. «Bleiben Sie zu Hause», «Abstandhalten», «Hygienemassnahmen»... Ach, wie hatten wir diese Worte irgendwann satt.

Eine Zerreissprobe erlebten auch viele Familien, Paare und Freundschaften. Wie reagieren, wenn der Vater am Esstisch plötzlich mit kruden Verschwörungstheorien daherkommt? Aber auch das Gefühl, nichts mehr planen zu können, keine Festivals, keine Ferien und gleichzeitig kein Ende in Sicht – das wurde für viele zur Belastungsprobe.

Und dann diese Videokonferenzen! Im Job, im Studium, aber auch privat fand das Leben plötzlich auf dem Bildschirm statt. Statt in den Ausgang oder zu Freunden nach Hause zu gehen, traf man sich virtuell zum Trinken. Und dann dieser Moment nach einem solchen Abend, wenn der PC aus ist und man realisiert, dass man gerade allein in seinem Wohnzimmer eine ganze Flasche Wein getrunken hat.

Der Lockdown hatte aber auch positive Seiten. So rückten wir als Gesellschaft näher zusammen. Die eigenen Bedürfnisse waren plötzlich nicht mehr zentral, sondern die der Gemeinschaft. Junge Leute gingen für die Älteren einkaufen, es wurde Geld für Menschen gesammelt, die durch Corona in eine prekäre Lage gerieten.

Eine verrückte Zeit, keine Frage

Mittlerweile haben alle Geschäfte wieder geöffnet und auch sonst sind fast alle Massnahmen passé. Wir befinden uns zwar noch nicht in der normalen, aber immerhin nur noch in der besonderen und nicht mehr in der ausserordentlichen Lage. Wie stark wir während des Lockdowns vor zwei Jahren eingeschränkt waren, geht schnell vergessen.

Deshalb: Ein kleiner Reminder in Form vom ultimativen Berset-Remix aus dieser verrückten Zeit.

(noë)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 16. März 2022 06:15
aktualisiert: 16. März 2022 15:21
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