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Am Betelberg bei Lenk im Simmental – Ohne Licht und Leute – Sternschnuppen geniessen im Berner Oberland

«Schweiz Tipp»

Ohne Licht und Leute – Sternschnuppen geniessen im Berner Oberland

· Online seit 02.12.2023, 21:23 Uhr
Ferne Planeten, Sternschnuppen und glitzernder Lichter – die langen Nächte um den Jahreswechsel sind ideal für Entdeckungen am funkelnden Sternenhimmel. Ein Geheimtipp, um diese ungestört von Lichtverschmutzung zu beobachten, ist ein Berghaus auf dem Betelberg im Berner Simmental.
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Viele erinnern sich in diesen Tagen an die langen und hellen Tage des Sommers zurück. Diese Dunkelheit, diese Länge der Nacht! Doch wer sich ganz darauf einlässt, entdeckt genau zu dieser Jahreszeit ganz Fantastisches und Geheimnisvolles –und zwar am funkelnden Sternenhimmel.

Doch wohin gehen, um alle Facetten des Winterzaubers am Himmel zu sehen? Zum Gebiet mit der geringsten Lichtverschmutzung in der Schweiz gehören die Bergketten beidseits des Unterengadins. Ansonsten ist es am einfachsten, in ein hoch gelegenes Berghaus mit Übernachtungsmöglichkeit zu fahren.

Auf dem Betelberg oberhalb von Lenk im Berner Simmental gibt es das. Auch im Winter fährt die Luftseilbahn direkt zum Berghaus Leiterli. Hier ist man auf fast 2000 Metern und hat im Süden als Kulisse unter dem Sternenhimmel die imposante Wildstrubel-Wildhorn-Kette. Auch der Jaunpass oberhalb von Boltigen und der Rossberg oberhalb von Oberwil gelten als ideale Spots, um den Sternenhimmel über dem Simmental zu bestaunen.

Sternschnuppen als besonderes Erlebnis

In den kommenden Wochen und Monaten gibt es einige Highlights zu entdecken. Da sind einmal die beiden hellsten Planeten – Jupiter und Venus. Schon vor sechs Uhr kann man abends den Jupiter bestaunen, und er bleibt dann die ganze Nacht da. Rechts vom Jupiter taucht derzeit am Abendhimmel auch sein Kollege mit dem charakteristischen Ring auf – der Saturn. Und sogar Neptun und Uranus sind da, und alle diese fünf Planeten scheinen sich in einem Reigen aufgestellt zu haben. Etwas rarer macht sich die Venus; sie geht erst früh morgens auf, als heller Punkt in der Morgendämmerung.

In langen Winternächten hat man wunderbar Zeit, die meisten Sternbilder der Nordhalbkugel zu sehen. Sterne mit nur geringer Helligkeit sieht man am besten in Neumond-Nächten; diese fallen dieses Jahr noch auf den 12. Dezember und den 11. Januar.

Ein besonderes Erlebnis sind die Sternschnuppen. Vom 4. bis zum 20. Dezember erhellt der Geminiden-Meteorstrom den Himmel, sein Maximum ist in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember – mit bis zu 120 Meteoren pro Stunde. Vom 22. auf den 23. Dezember schliesslich beschert uns der Himmel den Ursiden-Meteorstrom.

(red.)

veröffentlicht: 2. Dezember 2023 21:23
aktualisiert: 2. Dezember 2023 21:23
Quelle: ArgoviaToday / Travelcontent

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