Leichtathletik

Ditaji Kambundji stolpert

19. März 2022, 21:58 Uhr
Die Bahn 8 bringt 24 Stunden nach Mujinga Kambundji der Schwester Ditaji kein Glück. Im Final über 60 m Hürden hängt die jüngste der Kambundji-Schwestern an der zweiten Hürde an und kommt zu Fall.
Hier passiert es: Ditaji Kambundji hängt an der zweiten Hürde an und stürzt.
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Es ist nicht das erste Mal, dass der Bernerin dieses Malheur passiert. Vor einem Jahr an der U20-WM in Nairobi stolperte die Gymnasiastin in Führung liegend am vierten Hindernis. Als schwacher Trost blieb der 19-jährigen Bernerin der Schweizer Rekord. Diesen hatte sie im Halbfinal auf 7,89 Sekunden gesenkt. Im Final wären 7,87 Sekunden für eine Medaille nötig gewesen.

Pech bekundete Noemi Zbären, die den Final um einen Hundertstel verpasste. Andererseits findet die WM-Sechste von Peking 2015 nach Jahren geprägt von Verletzungen wieder zu alter Stärke zurück. Die 7,95 Sekunden im Vorlauf bedeuten persönliche Bestleistung.

Angelica Moser verpasst die Medaille knapp

Die Hallen-Europameisterin Angelica Moser verpasste die Medaille nur knapp. Der Stabhochspringerin reichten 4,60 m im ersten Versuch zu Platz 4. Die Zürcherin durfte lange auf Bronze hoffen. Sie lag im 3. Zwischenrang, als die Slowenin Tina Sutej im dritten Anlauf 4,70 m doch noch meisterte. Angelica Moser war mit einer Saisonbestleistung von 4,66 m nach Belgrad gereist. Ihren Bestwert hatte sie vor einem Jahr an der Hallen-EM in Torun erreicht, wo sie die Goldmedaille nach überquerten 4,75 m in Empfang nahm. Für Bronze in Belgrad waren 4,75 m im ersten Versuch erforderlich.

Olympiasieger auch Hallen-Weltmeister

Dem Überraschungs-Olympiasieger über 100 m, dem Italiener Lamont Jacobs, gelang die Bestätigung. Er setzte sich im Final über 60 m um drei Tausendstelsekunden vor Cristian Coleman aus den USA durch. Die Siegerzeit betrug 6,41 Sekunden.

Sieg nach Flucht im Auto

Die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich hat den deprimierenden und widrigen Umständen getrotzt und im Hochsprung gewonnen. Die 20-Jährige verbrachte nach der russischen Invasion in der Ukraine mehrere Tage in einem Keller, ehe sie aus ihrer Heimatstadt Dnipro flüchten konnte. Drei Tage reiste Mahutschich mit dem Auto nach Belgrad, wo sie am Samstag 2,02 Meter überquerte und gewann. «Ich denke nicht an Wettkämpfe oder Training. Hier zu springen, war psychologisch so schwierig, weil mein Herz in meinem Land ist», sagte Mahutschich nach ihrem sportlichen Erfolg. Schwierig war auch die Anreise, sie war drei Tage mit dem Auto unterwegs.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. März 2022 22:00
aktualisiert: 19. März 2022 22:00
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