Lüttich-Bastogne-Lüttich

Evenepoels bislang wichtigster Triumph – Hirschi in den Top 10

24. April 2022, 17:35 Uhr
Remco Evenepoel gewinnt auf eindrückliche Art und Weise sein erstes Radsport-Monument. Der Belgier vom belgischen Team Quick-Step triumphiert bei der 108. Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich solo.
Remco Evenepoel kann es kaum glauben: Bei seiner ersten Teilnahme beim Ardennen-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich triumphiert der 22-jährige Belgier solo
© KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET

Remco Evenepoel lancierte die entscheidende Attacke rund 30 km vor dem Ziel in der Côte de la Redoute, wo er sich kraftvoll von den weiteren Favoriten absetzte. Mit 22 Jahren und 89 Tagen ist der Einheimische, der den Ardennen-Klassiker zum ersten Mal bestritt, der jüngste Sieger seit 1968.

Im Sprint der ersten grösseren Verfolgergruppe, die Lüttich mit 48 Sekunden Rückstand auf Evenepoel erreichte, sicherte sich Quinten Hermans den 2. Rang. Wout van Aert sorgte als Dritter beim Heimrennen für den ersten belgischen Dreifachsieg bei «La Doyenne» seit 46 Jahren.

Hirschi in der ersten Verfolgergruppe

Marc Hirschi zeigte sich im dritten Jahr in Serie bei Lüttich-Bastogne-Lüttich sehr präsent an der Spitze. Der 23-jährige Berner klassierte sich als bester Schweizer zeitgleich mit Hermans und Van Aert im 9. Rang. Vor zwei Jahren hatte er beim Frühjahres-Klassiker hinter Sieger Primoz Roglic den 2. Platz belegt, im Vorjahr resultierte beim Triumph seines UAE-Emirates-Teamkollegen Tadej Pogacar Rang 6.

Hirschi zeigte damit, dass in der kommenden Woche bei der Tour de Romandie mit ihm gerechnet werden muss. Die sechstägige Westschweizer Rundfahrt beginnt am Dienstag in Lausanne mit einem Prolog.

Alaphilippe mit Rückenschmerzen

Überschattet wurde das 108. Lüttich-Bastogne-Lüttich von einem Massensturz gut 60 km vor dem Ziel. Das Feld war in einer Abfahrt mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, als weit vorne ein Fahrer aufs Gras neben die Strasse geriet und zu Fall kam. Als Folge davon stürzten mehr als zwei Dutzend weitere Profis, zu ihnen gehörten auch der Weltmeister Julian Alaphilippe und Mitfavorit Alejandro Valverde.

Während der Spanier wieder Unterschlupf im Feld fand und letztlich Siebter wurde, musste Alaphilippe das Rennen aufgeben. Der Franzose, der mit der Ambulanz ins Spital abtransportiert werden musste, war nach seinem schweren Sturz bei Bewusstsein, er klagte jedoch über Rückenschmerzen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. April 2022 17:30
aktualisiert: 24. April 2022 17:35
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