Handball

Schweizer verpassen WM-Teilnahme deutlich

20. März 2022, 18:08 Uhr
Die Schweizer Handballer verpassen die Teilnahme an der WM im kommenden Jahr klar. Nach dem 26:33 auswärts verliert die Schweiz mit 28:33 auch das Heimspiel der ersten Playoff-Runde gegen Portugal.
Der Schweizer Nationalcoach Michael Suter scheiterte mit seiner Mannschaft deutlich
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Angesichts der Stärke der Portugiesen hätten die Schweizer eine nahezu perfekte Partie zeigen müssen, um die Wende noch zu schaffen. Davon waren sie weit entfernt. Nach drei Toren in Serie vom 8:9 (20.) zum 11:9 (22.) keimte kurz Hoffnung auf. In den nächsten sieben Angriffen unterliefen den Schweizern dann aber je drei Fehlwürfe und technische Fehler, weshalb sie 12:16 (30.) in Rückstand gerieten.

Schmid überzeugte nicht

Damit war klar, dass nichts aus der zweiten WM-Teilnahme in Serie werden würde. Erfolgreichster Torschütze der Schweizer war wie im Hinspiel Lenny Rubin, der sechs Treffer erzielte. Marvin Lier reüssierte fünfmal.

Gerade in Spielen, in denen es um alles geht, sind selbstredend die Teamleader gefordert. Einer davon ist Andy Schmid, fünffacher MVP der Bundesliga. Beim mittlerweile 38-jährigen Regisseur passte aber wenig bis nichts zusammen. Nach dem vierten Fehlwurf in seinem ebenso vielten Abschluss in der 13. Minute wurde er ausgewechselt und fortan nicht mehr eingesetzt.

Schwache Abwehrquote

Enorm wichtig wäre zudem eine herausragende Leistung von Goalie Nikola Portner gewesen, diesem gelang in der ersten Halbzeit aber nur eine Parade. In der 20. Minute kam an seiner Stelle Leonard Grazioli zum Einsatz, der bis zur Pause sämtliche acht Schüsse der Gäste passieren liess. Damit betrug die Abwehrquote der beiden Schweizer Keeper in der ersten Hälfte unterirdische sechs Prozent. Zum Vergleich: Jene des portugiesischen Torhüters Gustavo Capdeville betrug 37 Prozent.

Klar blieben die Schweizer in den beiden Partien gegen Portugal unter ihren Möglichkeiten. Allerdings hatten sie auch Pech, dass ihnen in der ersten Playoff-Runde der schwerstmögliche Gegner zugelost worden war. Wie gut die Iberer sind, unterstrichen sie mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio (9.). Dass sie dort dabei waren, verdankten sie einem Sieg gegen den späteren Olympiasieger Frankreich (29:28). Das sagt alles aus.

Telegramm:

Schweiz - Portugal 28:33 (13:17)

Winterthur. - 1950 Zuschauer. - SR Charlotte Bonaventura/Julie Bonaventura (FRA). - Torfolge: 0:2, 2:2, 2:3, 4:3, 4:5, 8:9, 11:9 (22.), 11:11, 12:11, 12:16, 13:17; 15:19, 17:19, 19:22, 21:22, 21:25, 24:27, 24:29, 27:31, 27:33, 28:33. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Portugal.

Schweiz: Portner (8 Paraden)/Grazioli (20. bis 30.); Schmid, Meister (1 Tor), Rubin (6), Tynowski (1), Lier (5/3), Sidorowicz (2), Raemy (2), Röthlisberger, Küttel (1), Markovic, Maros (3), Schelker (3), Gerbl (2), Zehnder (2/1).

Portugal: Capdeville (7 Paraden)/Gaspar (5); Portela (5 Tore/2), Duarte (1), Iturriza (2), Martins (3), Moreira, Silva (3), Salina (3), Borges (2), Branquinho (5), Cavalcanti (1), Areia (3/2), Fernandes (3), Salvador, Magalhães (2).

Bemerkungen: Schweiz ohne Ben Romdhane (verletzt).

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. März 2022 18:08
aktualisiert: 20. März 2022 18:08
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