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Schnell und furchtlos

Das waren die Highlights des Seifenkistenrennens in Lenzburg

Rodrigo Cerletti, 22. August 2021, 08:22 Uhr
Am Samstag fand beim Museum Burghalde in Lenzburg das Seifenkistenrennen für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren statt. 39 Jungs und Mädels wagten sich an die kürzeste und gleichzeitig steilste Strecke der Schweiz.
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Quelle: TeleM1

Am Samstag galt es ernst: Lenzburg lud zum ersten Seifenkisten-Derby nach der Sommerpause ein. Schon früh morgens trafen die jungen Pilotinnen und Piloten in Lenzburg ein, um sich ein Bild der Strecke zu machen und um die Rennwagen auf die geforderten Sicherheitsstandards prüfen zu lassen. In drei Abfahrtsrunden hatten die Fahrerinnen und Fahrer die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Für die finale Wertung wurden allerdings nur die beiden besten Läufe gezählt.

Mit bunten Seifenkisten auf der steilsten Strecke unterwegs

Am grossen Renntag wurden die Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern begleitet. Die Eltern drückten ihren Kindern nicht nur am Streckenrand die Daumen, sondern gaben ihren Schützlingen kurz vor der Abfahrt letzte Tipps. Die Teilnehmenden zeigten sich vor den jeweiligen Läufen zwar voll motiviert, aber dennoch waren sie wegen der steilen Strecke ein wenig besorgt: «Als ich die Strecke zum ersten Mal sah, hatte ich schon etwas Respekt davor. Deshalb bin ich die erste Runde langsam angegangen. Dafür habe ich dann in der zweiten und dritten Runde Gas gegeben und bin auf Risiko gefahren», so der 11-jährige Leo.

Beim Seifenkistenrennen soll es aber nicht nur allein um den Sieg gehen. Die Organisatoren betonen, dass es vielmehr ein Familienfest ist: «Uns ist es wichtig, dass der Spass im Vordergrund steht und die Kinder mit ihren Eltern einen unvergesslichen Tag erleben dürfen.» Aus diesem Grund fand zeitgleich im Museum Burghalde eine Sonderausstellung statt, bei der die ganze Familie mehr über die Themen Seife und Hygiene erfahren konnte.

Dass bei diesem Event die ganze Familie involviert ist, zeigte sich aber auch schon im Vorfeld des Rennens. Denn die Vorbereitungen hatten es in sich. Stundenlang bauten und bemalten die Kinder mit ihren Eltern die hölzernen Mini-Rennwagen und bereiteten sich so auf die Abfahrt vor. Dass dabei kleine Kunstwerke entstanden sind, siehst du in der Galerie.

Mit bis zu 50 km/h den Hang hinunter

Trotz ausgelassener und familienfreundlicher Stimmung galten knallharte Regeln. Denn die Jungpiloten sollen mit ihren Gefährten nicht nur den Hang herunterdonnern, sondern geschickt um Hindernisse aus Strohballen fahren. Wer einen Strohball berührt oder einen Strassenkegel umgefahren hat, musste mit einer Zeitstrafe rechnen.

Auch wenn die Kinder mit bis zu 50 km/h den Hang hinuntersausten, ist die Sicherheit der Piloten laut den Organisatoren immer gewährleistet. Einer der Organisatoren erzählte gegenüber ArgoviaToday, dass er bereits seit 17 Jahren an Seifenkistenrennen dabei ist und nie eine ernstzunehmende Gefahr für die Jungs und Mädels wahrgenommen hat.

16-Jähriger gewinnt das Seifenkisten-Derby in Lenzburg

Am späteren Nachmittag war erneut eine Nervosität bei den Kindern und Jugendlichen zu spüren. Beim Rangverlesen wurden die schnellsten Fahrerinnen und Fahrer geehrt. Der 16-jährige Colin konnte das Seifenkistenrennen für sich entscheiden. Die weiteren Podestplätze konnten sich die 16-jährige Vanessa und der 16-jährige Jeremy sichern.

Viele der waghalsigen Jungpiloten können aber nicht lange ausruhen. Denn schon am nächsten Wochenende werden sie im bernischen Schwendibach erneut an der Startrampe stehen. Dann gilt es wieder ernst, sobald es heisst: «Auf die Plätze, fertig, los!»

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 22. August 2021 08:22
aktualisiert: 22. August 2021 08:22