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Tiere

Kleine Wisent-Herde im Wald von Suchy VD erhält Zuwachs

27. Mai 2021, 18:00 Uhr
Das kleine Bisonkalb lebt in der Zuchtstation von Suchy im Kanton Waadt in Halbfreiheit. Das Jungtier wiegt bereits zwischen 20 bis 30 Kilogramm und ist laut den Projektverantwortlichen gesund und munter.
© Valérie Ferreira
Im Wald von Suchy (VD) ist am Mittwoch ein gesundes Wisentkalb geboren worden. Ende 2019 war dort die erste Schweizer Zuchtstation für die in Europa bedrohte Rinderart eröffnet worden.

Die Geburt des Kalbes sei eine Überraschung gewesen, sagte Alain Maibach, Biologe und wissenschaftlicher Berater des Projektes, am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ein Tierpfleger habe den «neuen Kopf» in dem grossen Gehege am Mittwochmorgen entdeckt. Das Gewicht des weiblichen Jungtieres wird auf 20 bis 30 Kilogramm geschätzt.

Die Vereinigung zur Erhaltung des europäischen Bison (Wisent) in Suchy sucht für den überraschenden Nachwuchs noch nach einem Namen, der mit SU beginnt. Der Geburtsort gibt jeweils die ersten beiden Buchstaben des Vornamens an. Im Jahr 2020 wurde in Suchy das erste Jungtier namens Sultane geboren.

In dem Waldstück im Norden des Kantons Waadt leben unterdessen sieben europäische Bisons. Diesen Herbst wird die kleine Herde umziehen müssen. Sie soll in ein benachbartes Gehege umquartiert werden, damit sich die Vegetation im ersten Areal erholen kann.

Herde soll weiter wachsen

Im November 2019 waren fünf aus Polen stammende Wisente - vier Kühe und ein Bulle - in einem 50 Hektar grossen Gehege im Wald von Suchy ausgesetzt worden. Die Tiere leben dort in Halbfreiheit. Die Herde soll in den kommenden Jahren weiter wachsen.

Der Wisent oder Europäische Bison ist das grösste Landsäugetier Europas. Die Pflanzenfresser werden bis zu drei Meter lang und haben eine Schulterhöhe von bis zu 1,95 Meter. Bullen werden bis zu 900 Kilogramm schwer. Im Vergleich zu ihren amerikanischen Vettern wirken die Bisons schlanker und hochbeiniger.

Die Wiederkäuer kamen noch bis ins frühe Mittelalter zahlreich in den Urwäldern West-, Zentral- und Südosteuropas vor. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Rinderart in freier Wildbahn ausgestorben.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. Mai 2021 18:00
aktualisiert: 27. Mai 2021 18:00