Gartenarbeit

So bereitest du deinen Garten auf den Winter vor

15. Oktober 2022, 11:46 Uhr
Gartenarbeit kann schwierig zu verstehen sein, und vor allem im Herbst sollte einiges erledigt werden, bevor man in den Winter starten kann. Hier erfährst du, was das wichtigste vor dem ersten Frost ist und was du beachten solltest.
Im Herbst solltest du einiges im Garten machen. So hast du es im Frühling leichter.
© Getty
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Ein Garten bringt nicht nur im Sommer Arbeit mit sich. Wenn du dich nächstes Jahr auch wieder an der Pflanzenpracht erfreuen willst, solltest du jetzt schon beginnen, den Garten auf den Winter vorzubereiten.

Im Interview erklärt Peter Lippus, ehemaliger diplomierter Gärtnermeister aus Widnau, was du tun solltest, bevor der erste Frost kommt.

Der Rasen sollte geschnitten werden

«Erstmal ist es wichtig, den Rasen direkt zusammen mit dem Laub zu mähen», sagt Peter Lippus. Dieses Gemisch könne man dann zusammen nehmen und entweder in den Beeten oder auf dem Kompost verteilen. Wenn das Laub geschnitten sei, dann verrotte es besser, so Lippus. Es ist zu achten, dass der Rasen trocken ist, wenn er gemäht wird.

Wenn du das Laub nicht mit dem Gras beseitigst, dann ist es jedoch wichtig, es zusammen zu rechen und ebenfalls zu entsorgen oder zu kompostieren, da das Gras darunter sonst rottet und faul wird. Das hinterlässt danach hässliche braune Flecken im Frühling.

Damit der Rasen etwas winterfester wird, könne man ihn mit kaliumbetontem Rasendünger (nicht normaler Rasendünger) düngen. Das stärkt den Rasen und er ist im Frühling früher grün.

Winterbettchen für Getier

Die zerschnittene Laub-Rasen-Mischung kannst du direkt in den Beeten anwenden. Zuerst lockerst du die Erde auf und lässt sie bis zum nächsten Sonnenschein trocknen. So vertrocknen die Schneckeneier in der Erde.

Danach verteilst du die geschnittene Mischung auf der Erde. Darin können kleine Tiere wie Käfer oder Würmer überwintern und im Frühling kann die Erde schneller wieder bepflanzt werden.

Stauden sollten zwar etwas zurückgeschnitten werden, doch nicht zu stark. «Vögel finden daran noch was zu fressen, besonders bei den Samenständen», sagt Lippus.

Farbige Frühlingsblümchen

Wenn du Frühlingsblumen wie Tulpen, Krokusse oder Osterglocken im Garten haben möchtest, solltest du jetzt langsam beginnen, die Zwiebeln dafür zu setzen, damit sie noch im Herbst Wurzeln schlagen können.

«Man pflanzt die Zwiebel etwa doppelt so tief ein, wie sie hoch ist», sagt Lippus. Das bedeutet: oben die Krokus-Zwiebel, in der Mitte die Tulpe und zuunterst die Osterglocke.

Es sei aber darauf zu achten, dass der Boden besonders im Freiland nicht verdichtet sei, das heisst, dass die Pflanze nicht in einem Topf steht, wo das Wasser nicht ablaufen kann. «Die Zwiebel sollte nicht im Wasser stehen.»

Einwintern von Pflanzen

Weiter meint Peter Lippus: «Es ist langsam Zeit, um Randen, gelbe Reben und Sellerie einzuwintern.» Den Zuckerhut könne man noch etwa zwei Wochen lassen, sollte danach aber auch mit Vlies gedeckt werden.

Auch die Pelargonien (Geranien) auf dem Balkon könne man noch bis zum ersten Frost draussen lassen, danach aber hineinnehmen und im Dunkeln frostfrei überwintern. Im Februar können sie dann zurückgeschnitten werden.

Zitruspflanzen seien noch froh um jeden Tag, den sie draussen verbringen können. «Jeder Tag draussen ist wie ein weiterer Ferientag für die Pflanzen», so Lippus. Doch bevor der erste Frost kommt, sollten sie hineingenommen werden. Zitruspflanzen sollten bei etwa zehn Grad hell überwintert werden.

«Es gibt eine Faustregel, die besagt, je kühler die Pflanze überwintert wird, desto dunkler sollte es sein.» Pflanzen hätten es aber im Winter gerne kühl und wenn es zu warm wird, könne es gerne Schädlinge geben.

Wie überwinterst du deinen Garten? Schreibe deine Tipps in die Kommentare.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 15. Oktober 2022 11:47
aktualisiert: 15. Oktober 2022 11:47