Nächstes Desaster?

Fyre Festival 2.0: Veranstalter verkündet neue Pläne

Cyrill Felder, 25. Oktober 2022, 16:13 Uhr
Der Veranstalter des misslungenen Fyre Festivals Billy McFarland ist seit August wieder auf freiem Fuss. Wegen Investorenbetrugs war der Hochstapler für vier Jahre im Gefängnis. Auf TikTok verkündet der 31-Jährige bereits Pläne für ein neues, grösseres Festival.
Netflix dokumentierte das Fyre Festival 2017, welches in einem ein totalen Reinfall endete.
© Keystone
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Im Jahr 2017 sollte auf den Bahamas eines der spektakulärsten und luxuriösesten Festivals stattfinden: das Fyre Festival. Dabei sollte es sich um ein Festival handeln, bei dem neben bekannten Acts auch eine Kulisse für Influencer entstehen sollte. Deshalb wurde für das Festival grösstenteils mit Top-Models wie Kendall Jenner, Hailey Bieber sowie Emily Ratajkowski über Social Media geworben.

Auch bei den Veranstaltern handelte es sich um bekannte Persönlichkeiten, so beispielsweise Rapper Ja Rule und dem besagten Unternehmer Billy McFarland. Monatelang hatten die Organisatoren das Festival geplant, es endete jedoch in einem Desaster. Denn als die Besuchenden, welche bis zu 100'000 Dollar für ihr Ticket ausgegeben hatten, auf der Privatinsel mitten im Pazifik ankamen, standen sie nicht vor den versprochenen Villen, sondern vor durchnässten Zelten – die Infrastruktur fehlte.

Neues Festival geplant

Nun scheint Billy McFarland ein Comeback-Event auszuhecken. Dies nur einen Monat nach Abschluss seiner vierjährigen Haftstrafe, die er als Betrüger absitzen musste. Im Tiktok-Video demonstriert er kryptische Pläne auf einer Karte, die eine Schatzkarte aus der Karibik darstellt. Sein Vorhaben sei noch verrückter und grösser als jemals zuvor. Ob das ein Gütesiegel sein soll? Verrückt genug war ja bereits Fyre «1.0».

@pyrtbilly

So TikTok deleted my first post… Let’s try this again

♬ I Can Do Anything / Finale - Christopher Lennertz

McFarland bezeichnete die Veranstaltung als eine Möglichkeit, seine früheren Missetaten wiedergutzumachen, und stellte dem Video das Eingeständnis voran, dass er – frei übersetzt – «verkackt» habe. Mutmasslich ist McFarland selbst aber noch hoch verschuldet. Nebst der Gefängnisstrafe wurde er zu einer Strafzahlung in Höhe von 26 Millionen US-Dollar verurteilt.

«Alle sind eingeladen»

Am Schluss des Videos macht McFarland klar, dass bei diesem Mal alle eingeladen sind. Gleichzeitig reisst er die Karte vom Whiteboard und eine Telefonnummer erscheint. Nachdem sein Ankündigungsvideo im ersten Anlauf von Tiktok gesperrt wurde, ist inzwischen die erschienene Telefonnummer darunter vorerst zensiert. Im November sollen weitere Informationen folgen.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 25. Oktober 2022 16:13
aktualisiert: 25. Oktober 2022 16:13