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Wechseln nun alle X-User zu Bluesky? Die wichtigsten Fragen zur Plattform

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Wechseln nun alle X-User zu Bluesky? Die wichtigsten Fragen zur Plattform

· Online seit 04.10.2023, 19:52 Uhr
Seit Elon Musk Twitter übernahm und die Plattform zu X umtaufte, suchen viele User eine Alternative. Doch viele tun sich mit dem Abschied schwer und bleiben bei X. Nun ist die Plattform Bluesky bei vielen Nutzerinnen und Nutzer im Gespräch.
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X-User stürmen wieder mal zu einer weiteren Alternative des Kurznachrichtendienstes. Diese heisst Bluesky. Bereits zuvor gab es Alternativ-Plattformen zu X, das früher Twitter hiess. Dazu gehören beispielsweise Mastodon oder Threads, das von Meta stammt.

Wie funktioniert die Plattform?

Wer sich auf Bluesky einloggt, entdeckt bald die Ähnlichkeit zu X oder Twitter. Die Posts beschränken sich auf Text und Bilder, Video-Posts gibt es nicht. Auf der Home-Seite erscheinen die Posts chronologisch – der neueste Post befindet sich also jeweils zuoberst, danach werden sie immer älter. Eine andere Einstellung gibt es nicht.

Neben der Home-Seite gibt es aber auch noch «Feeds». Hier können Userinnen und User Themen auswählen, die sie interessieren. Danach kann man die Posts zu den jeweiligen Themen durchstöbern – unter den Themen gibts beispielsweise Wissenschaft, Kunst oder Politik.

Wer kann die Plattform nutzen?

Der ursprüngliche Auftrag von Bluesky ist die «Entwicklung und gross angelegte Einführung von Technologien für offene und dezentralisierte Konversation in der Öffentlichkeit». Doch ganz so öffentlich ist Bluesky nicht. Wer einen Account erstellen will, braucht einen Einladungs-Code.

Einen solchen Code können nur Personen versenden, die seit einer bestimmten Zeit ein Bluesky-Konto haben. Neue Nutzerinnen und Nutzer können noch keine weiteren Personen einladen. Alternativ können sich Nutzerinnen und Nutzer auch auf die Warteliste setzen lassen. Bluesky schreibt dann, sie würden «bald» eine Einladung schicken.

Woher stammt Bluesky?

Bluesky kommt nicht ganz unerwartet. Die Idee kommt von Twitter-Co-Gründer Jack Dorsey, er gab diese bereits 2019 bekannt. Damals war Dorsey noch CEO von Twitter. Das Unternehmen Bluesky ist zwar seit der Gründung 2021 unabhängig, dennoch wurde die Plattform anfangs von Twitter finanziell unterstützt.

Ziel der finanziellen Unterstützung war eine künftige Zusammenarbeit. Bluesky sollte eigentlich ein Programm schreiben, das auch Twitter hätte nutzen sollen. Kurz nach der Übernahme von Elon Musk beendete Twitter die Partnerschaft, schreibt Bluesky auf seiner Website.

Was geht, was geht nicht?

Wie bereits erwähnt, gibt es auf Bluesky keine Video-Posts. Auch GIFs sucht man vergebens – diese sind vor allem in den Kommentarspalten beliebt. Auf Reddit beschweren sich Userinnen und User über die fehlenden Features.

Neben Videos fehlen im Vergleich zu X auch Privatnachrichten. Man kann lediglich Texte posten, die alle sehen können. Ein Bluesky-Entwickler schrieb Ende August, dass Privatnachrichten kommen werden, aber: «Das wird noch ein bisschen dauern.»

Wie viele nutzen Bluesky?

Laut dem Blog Jazco.dev nutzen derzeit über 1,3 Millionen Personen Bluesky. Wie viele davon aus der Schweiz stammen, lässt sich nicht rausfiltern. Zum Vergleich: Auf Twitter gibts über 520 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Doch einen Blick auf die Google-Suchen zeigt: Schweizerinnen und Schweizer suchen im Internet fleissig nach «Bluesky».

Als Elon Musk Twitter im Oktober 2022 übernahm, befanden sich die Google-Suchanfragen nach «Bluesky» auf dem Höhepunkt. Danach waren die Anfragen Anfang Mai, also vor dem Namenswechsel, nochmals fast gleich hoch und steigen seit Anfang September wieder in die Höhe.

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veröffentlicht: 4. Oktober 2023 19:52
aktualisiert: 4. Oktober 2023 19:52
Quelle: Today-Zentralredaktion

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