Russland

Blinken will Druck der Nato auf Russland weiter erhöhen

7. April 2022, 06:42 Uhr
US-Aussenminister Antony Blinken hat sich zum Auftakt von zweitägigen Nato-Beratungen dafür ausgesprochen, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen. Man habe sich zum Ziel gesetzt, die Ukraine zu unterstützen, ausserordentlichen Druck auf Russland auszuüben und die eigene Verteidigungsfähigkeiten zu verstärken, sagte er am Mittwochabend in Brüssel. Nachdem man dies alles tue, werde man nun darüber reden, die Bemühungen nicht nur aufrechterhalten, sondern sie weiter auszubauen.
US-Außenminister Antony Blinken bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg in Brüssel. Foto: Evelyn Hockstein/Pool Reuters/AP/dpa
© Keystone/Pool Reuters/AP/Evelyn Hockstein

Zum Beginn des Aussenministertreffens ging es am Abend bei einem Arbeitsessen um das geplante neue strategische Konzept für das Verteidigungsbündnis. Die aktuelle Fassung war 2010 beschlossen worden. Damals hatten die Alliierten beispielsweise noch gehofft, dass die Zeit der grossen Spannungen mit Russland vorbei sei und auch China keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Blinken betonte am Mittwoch, dass die Nato sich nicht nur mit Blick auf den Krieg in der Ukraine in einer Phase befinde, die von enormer Bedeutung für die Zukunft des Bündnisses sei. Vor allem die USA setzen sich in der Nato dafür ein, den Blick auch stärker auf das auch militärisch aufstrebene China zu richten.

Um die weitere Unterstützung der Ukraine und eine Verstärkung der Verteidigungsfähigkeiten der Nato im östlichen Bündnisgebiet soll es zum Abschluss des Aussenministertreffens an diesem Donnerstag gehen. Zeitweise nehmen an den Beratungen auch die Aussenminister aus den Partnerländern Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea teil. Zudem werden der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba, der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell sowie Kollegen aus Finnland, Schweden und Georgien als Gäste erwartet. Kuleba soll unter anderem über die jüngsten Entwicklungen im Krieg mit Russland sowie über die Bemühungen um Friedensverhandlungen berichten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. April 2022 06:42
aktualisiert: 7. April 2022 06:42
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