Grosser Rat

Der Aargau soll bis 2050 klimaneutral werden

8. November 2022, 19:49 Uhr
Der Aargauer Grosse Rat hat am Dienstag einen ersten Schritt zum Erreichen des Klimaziels bis zum Jahr 2050 getan. Das Parlament hat im kantonalen Richtplan ein neues Kapitel zum «Klima» eingefügt. Es geht vor allem um die Stossrichtung und die Koordination.
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Der Grosse Rat hiess das neue Kapital mit 89 zu 39 Stimmen gut. Die SVP stimmte dagegen. Die Klimaziele im Richtplan sollen zur Umsetzung der kantonalen Energiestrategie beitragen und die Planungssicherheit erhöhen.

Das Hauptziel ist, dass der Kanton Aargau bis 2050 klimaneutral sein soll. Die Grünen unterlagen mit dem Antrag am Widerstand der Bürgerlichen, als Ziel das Jahr 2040 zu verankern. Dieser Entschied fiel mit 78 zu 50 Stimmen.

Im Aargau passiert schon viel

Bau- und Umweltdirektor Stephan Attiger (FDP) sagte, man mache im Aargau im Vergleich mit anderen Kantonen schon sehr viel. Man orientiere sich am Ziel des Bundes.

Der Klimawandel sei ein Querschnittthema mit direkten räumlichen Auswirkungen. Gefordert sei daher eine vernetzte Herangehensweise und themenübergreifende Koordination.

Räumliche Auswirkungen sollen frühzeitig erkannt werden 

Der behördenverbindliche Richtplan dient der Steuerung der räumlichen Entwicklung des Kantons und stimmt die raumwirksamen Tätigkeiten aufeinander ab. Damit werde eine Basis geschaffen, die räumlichen Auswirkungen des Klimawandels frühzeitig zu erkennen und aus einer Gesamtsicht heraus geeignete Massnahmen räumlich zu koordinieren.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. November 2022 14:34
aktualisiert: 8. November 2022 19:49