Quelle: Tele M1
Dass es sich um keine Löwin handle wusste Marc Zihlmann, Leiter des «Siky Park» in Crémines, schon von Anfang an: «Das Verhalten, das Aussehen des Schwanzes, wie sich dieser bewegt. Das passt nicht zu einer Löwin.», sagt er. Ausserdem laufe eine Löwin nicht einfach weiter, wenn sie angestrahlt wird: «Sie macht dann noch einen Kontrollblick.»
Heute Nachmittag kamen dann auch die deutschen Behörden zu dem Schluss, dass es sich wohl nicht um eine Löwin handle, die in dem Video zu sehen sei, sondern um eine Wildsau. Michael Grubert, Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow, gab dann auch leichte Entwarnung: «Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich kann guten Gewissens sagen, dass keine Gefährdungslage vorliegt. Seid aber bitte weiter vorsichtig beim Joggen im Wald.»
«Illegaler Raubtierhandel boomt»
Dass in Berlin aber ein Löwe abhaut sei dennoch nicht unwahrscheinlich, meint Marc Zihlmann: «Der illegale Handel mit Raubtieren boomt, auch in Deutschland. Dahinter steckt ein ganzes kriminelles Netzwerk. Die liefern die Tiere bis vor die Haustüre».
Und dann könne es eben auch einmal passieren, dass so ein Tier verschwindet. Drum sei es richtig gewesen, dass die Polizei nach der Löwin gesucht habe. Man hätte das Video jedoch etwas genauer analysieren können, dann hätte man sich die ganze Aufregung wahrscheinlich gespart.
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(ben)