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Disney stellt 7000 Angestellte vor die Tür

Konkurrenzkampf

Disney stellt 7000 Angestellte vor die Tür

· Online seit 09.02.2023, 08:56 Uhr
Anbieter von Streaming-Plattformen kämpfen erbittert um Abonnenten. Nun will sich Disney neu aufstellen und entlässt, trotz Gewinn, rund drei Prozent aller Angestellten.
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Der Entertainment-Riese Walt Disney plant trotz guter Geschäfte im vergangenen Quartal deutliche Einschnitte beim Personal. Rund 7000 Stellen - etwa drei Prozent der weltweiten Belegschaft - sollen im Rahmen eines Programms wegfallen, das die jährlichen Kosten um 5,5 Milliarden Dollar (5 Milliarden Schweizer Franken) senken soll.

Aktien steigen

Das gab Disney-Chef Bob Iger am Mittwochabend bei der Präsentation der Quartalszahlen bekannt. Bei Anlegern kam die Nachricht gut an - sie liessen die Aktie nachbörslich zeitweise um neun Prozent steigen.

Iger kündigte angesichts «weltweiter wirtschaftlicher Herausforderungen» einen grossen Umbau des Konzerns an. Dabei verdiente Disney zuletzt besser als erwartet.

Allerdings verlor der Konzern bei seinem wichtigsten Streaming-Service Disney+ nach deutlichen Preiserhöhungen Abonnenten. Zum Quartalsende hatte der mit Netflix konkurrierende Videodienst weltweit 161,8 Millionen Nutzende - gut ein Prozent weniger als drei Monate vorher.

Disneys andere Streaming-Dienste Hulu und ESPN+ verbuchten leichte Zuwächse. Ausserdem fiel der Verlust der Sparte mit 1,1 Milliarden Dollar niedriger aus als befürchtet.

Zuletzt 32'000 Entlassungen

Iger steht jedoch unter Druck. Der für aggressives Einmischen ins Management bekannte Grossinvestor Nelson Peltz fordert höhere Renditen und Einfluss im Verwaltungsrat. Disney liess ihn und seinen Hedgefonds Trian bislang abblitzen, muss aber eine Aktionärsrevolte vermeiden.

Die letzte Kündigungswelle, die über Disney rollte, traf während der Corona-Pandemie rund 32'000 Leute. Die meisten Mitarbeitenden, die entlassen wurden, arbeiteten in den beliebten Themenparks.

(sda/roa)

veröffentlicht: 9. Februar 2023 08:56
aktualisiert: 9. Februar 2023 08:56
Quelle: Today-Zentralredaktion

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