Ukraine-Krieg

Mindestens sechs Personen sterben bei russischen Angriffen

17. Oktober 2022, 16:01 Uhr
Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Orte des Nachbarlands sind am Montag nach amtlichen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Darunter sei auch eine Frau, die im 6. Monat schwanger war.

Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

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Am Montagmorgen hat Russland verschiedene Gebiete der Ukraine angegriffen. Laut den Behörden sind dabei mindestens sieben Personen ums Leben gekommen.

In Kiew seien vier Tote geborgen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatte der stellvertretende Chef des Präsidialbüros, Kyrylo Tymoschenko, von drei Toten berichtet. 19 Menschen seien aus den Trümmern eines Hauses gerettet worden. Auch am Nachmittag galt Luftalarm in dem Land.

Vermisste noch unter Trümmern

Unter den Toten in Kiew sei auch ein junges Paar, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko. «Die Frau war im 6. Monat schwanger.» Er hatte zuvor von einer toten Frau gesprochen und einer noch vermissten Person.

Die Behörden in Sumy sprachen von mindestens drei Toten und neun Verletzten. Am Morgen seien drei russische Raketen in ein ziviles Ziel eingeschlagen, teilte Gouverneur Dmytro Schywyzkji, mit. «Unter den Trümmern befinden sich noch immer Menschen.» Berichte über russische Angriffe gab es auch aus den Gebieten Dnipropetrowsk und Odessa.

Innenminister Denys Monastyrskyj zufolge wurden in Kiew auch zwei Rettungskräfte verletzt. Insgesamt habe Russland mit etwa 40 Drohnen angegriffen, von denen fünf Kiew getroffen hätten, sagte Monastyrskyj der Agentur Ukrinform zufolge. Videos zeigen, wie die ukrainische Polizei versucht, die Drohnen vor dem Einschlag abzuschiessen.

Wichtige Infrastruktur beschossen

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, die Luftangriffe hätten sich gegen Energie-Infrastruktur und militärische Stellen gerichtet. Nach Angaben von Ministerpräsident Denys Schmyhal sind «hunderte Orte» ohne Strom.

Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die neuen Angriffe mit Raketen und Drohnen als Terror gegen die Zivilbevölkerung. In der Region Mykolajiw trafen russische Drohnen nach Angaben von Gouverneur Witali Kim das Areal eines Unternehmens für Sonnenblumenöl. Ein Feuer brach aus, die Flüssigkeit ergoss sich daraufhin aus Tanks auf umliegende Strassen.

(sda/log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 17. Oktober 2022 15:27
aktualisiert: 17. Oktober 2022 16:01