Rhodos

Tausende Touristen fliehen vor Waldbrand auf Ferieninsel

22.07.2023, 20:43 Uhr
· Online seit 22.07.2023, 16:47 Uhr
Wegen eines Grossbrandes auf der griechischen Ferieninsel Rhodos sind Medienberichten zufolge bereits Tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Der staatliche Rundfunk berichtete am Samstagabend in einer Sondersendung, dass 8000 Menschen den Süden der bei Touristen beliebten Insel auf dem Landweg verlassen hätten. Die Zahl könne noch höher liegen, hiess es.

Quelle: Twitter / AnonymeCitoyen

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Zuvor hatte ein Sprecher der Feuerwehr mitgeteilt, dass bislang 2000 Menschen mit Booten von den Küsten südlich von Lindos in Sicherheit gebracht worden seien. Wie viele Menschen auf dem Landweg flohen, war am Samstagabend aus offiziellen Quellen noch nicht bekannt.

Auf Rhodos war am Samstag ein grosser Waldbrand ausser Kontrolle geraten. Die Flammen erreichten am Nachmittag die Küste südlich der beliebten archäologischen Stätte von Lindos. Dort gibt es Dutzende Hotels, die in dieser Jahreszeit voll ausgebucht sind.

Auch im Norden Griechenlands gab es am Samstag vielerorts Werte um die 40 Grad. Sogar auf den meisten Inseln der Ägäis herrschen Temperaturen über 38 Grad. Einer der führenden griechischen Meteorologen, Konstantinos Lagouvardos, schätzte im Staatsfernsehen, dass diese Hitzewelle, «wenn es so weitergeht», die längste werden könnte, seitdem es Messungen in Griechenland gibt. Im Juli 1987 waren in Griechenland bei einer ähnlichen Hitzewelle nach Schätzungen 1300 Menschen ums Leben gekommen.

Die Feuerwehr warnte abermals vor grosser Waldbrandgefahr. «Uns stehen noch schwierigere Zeiten bevor», sagte ein Sprecher am Samstag im Staatsfernsehen. Die Brände im Raum Athen und auf der Halbinsel Peloponnes seien unter Kontrolle gebracht worden. Sie flammen aber immer wieder auf, weil alles vertrocknet sei, hiess es.

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Unterdessen sind Hunderte Feuerwehrleute aus Rumänien, Bulgarien, Polen, der Slowakei und Malta zur Verstärkung der Feuerwehr in Griechenland angekommen und kämpfen gegen die Flammen. Frankreich, Italien, die Türkei, Zypern, Israel und Jordanien beteiligen sich mit Löschflugzeugen und Hubschraubern an den Löscharbeiten, teilte der griechische Zivilschutz mit.

Die Hitzewelle wird nach Angaben der Meteorologen mit kleinen Schwankungen auch in der kommenden Woche andauern. Am Mittwoch wird ein neuer Höhepunkt mit Temperaturen um die 46 Grad in Südgriechenland erwartet.

(sda/osc)

veröffentlicht: 22. Juli 2023 16:47
aktualisiert: 22. Juli 2023 20:43
Quelle: ZüriToday

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