«Wie eine Beerdigung»

William Shatner enttäuscht über Reise in den Weltraum

11. Oktober 2022, 13:31 Uhr
In der Serie «Raumschiff Enterprise» war William Shatner schon im weiten Universum unterwegs. In der Realität sorgte seine Reise in den Weltraum allerdings für eine «überwältigende Traurigkeit.»

Quelle: CH Media Video Unit / AP Video

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Mehr als 50 Jahren nach der Erstausstrahlung von «Star Trek» ist Captain Kirk alias William Shatner tatsächlich ins All geflogen. Die unendlichen Weiten, die er 2021 bereisten, waren ihm allerdings ein wenig zu weit. Dies beschreibt der kanadische Schauspieler in seinem Buch «Boldly Go: Reflections on a Life of Awe and Wonder». Als erstes hatte das Magazin «Variety» darüber berichtet.

«Meine Reise in den Weltraum sollte eine Feier sein; stattdessen fühlte sie sich wie eine Beerdigung an», schreibt er in seinem Buch. Er sei schon immer vom Weltall fasziniert gewesen, doch als er dort war, haben offenbar dunkle Gedanken von ihm Besitz ergriffen. »Alles, was ich sah, war der Tod«, heisst es weiter.

Stattdessen sei der All-Ausflug für ihn mit einem der «stärksten Trauergefühle» einhergegangen, die er je erlebt habe. «Der Kontrast zwischen der bösen Kälte des Weltraums und der warmen, nährenden Erde unter uns erfüllte mich mit überwältigender Traurigkeit». Shatner habe entdeckt, dass die Schönheit nicht im All, sondern auf der Erde liege. Damit sei seine Verbindung zum Planeten durch die Reise noch tiefer geworden.

Der 90-jährige Shatner hatte an Bord des Raketensystems «New Shepard» von Jeff Bezos' Raumfahrtfirma Blue Origin einen zehnminütigen Ausflug ins All unternommen. Mit 90 Jahren war Shatner damit der älteste Mensch, der je ins All gereist ist.

(sib)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 11. Oktober 2022 13:31
aktualisiert: 11. Oktober 2022 13:31