Aargau/Solothurn

5 Fakten zu Weihnachtsguetzli, mit denen du angeben kannst

Name, Herkunft, Rekord

5 Fakten über Guetzli, mit denen du am Familienfest angeben kannst

· Online seit 24.12.2023, 16:59 Uhr
Weshalb heissen Weihnachtsguetzli eigentlich Weihnachtsguetzli und kommen Mailänderli wirklich aus Mailand? Hier sind fünf interessante Facts zu den traditionellen Chrömli.
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«Zimmetstern hani gern, Mailänderli au...» Weihnachtsguetzli gehören einfach zur Adventszeit. Jedes Jahr stehen dieselben Sorten auf dem Tisch. Deren Geschichte reicht sehr weit zurück.

1. Guetzli sollten die bösen Geister besänftigen

Legenden zufolge fürchteten sich die Menschen in der Antike vor bösen Geistern. Man glaubte, dass während der Wintersonnenwende in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember diese Geister sich in die Häuser der Menschen schleichen würden. Dort würden sie dann nach Tier- oder Menschenopfern suchen, schreibt die «Belleve NZZ». Die Guetzli in Formen von Eseln, Pferden oder Hühnern sollten diese Geister dann besänftigen.

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Andere Geschichten deuten darauf hin, dass Weihnachtsguetzli früher an die Armen verteilt wurden, um die Geburt Jesu zu feiern.

2. Chräbeli kommen aus dem Aargau

Diese Guetzli spalten die Gesellschaft. Die einen lieben ihn, die anderen hassen den Geschmack von Anis. Doch genau dieses Gewürz macht die Chräbeli so einzigartig. Ursprünglich war das Chräbeli ein Ersatz für das teure Marzipan, das sich die einfache Bevölkerung nicht leisten konnte. Wirklich bewiesen werden kann das nicht. Dennoch gibt es verschiedene Quellen, die vermuten lassen, dass das Anis-Chräbeli aus Baden im Aargau stammt.

Wie es in einem Artikel auf der Seite des «kulinarischen Erbes der Schweiz» heisst, meinte der verstorbene Gebäckforscher Max Währen, dass das Chräbeli erstmals an der Badenfahrt 1710 erwähnt wurde. Damit gehört das Chräbeli zu den ältesten Weihnachtsguetzli in der Schweiz.

3. Das grösste Guetzli aller Zeiten

Im Jahr 2013 entstand das grösste Weihnachtsguetzli der Welt in Paderborn in Deutschland, berichtet «Discovery UK». Die Mitarbeitenden eines Cafés buken ein Lebkuchenguetzli, welches 50 Kilogramm wog. Dafür benötigten sie unter anderem 80 Eier und zehn Kilo Butter.

Wenn du nicht so gut backen kannst und beim Guetzlen trotzdem punkten willst, helfen vielleicht diese Bauernregeln:

Quelle: Quelle: ArgoviaToday 17.12.2021

4. Guetzli heissen Guetzli, weil sie «guet si»!

Ob Gudeli, Güezi, Gutzi oder wie im Aargau am meisten verbreitet Guetzli. All diese Bezeichnungen für Weihnachtsgebäck stammen vom Adjektiv «gut» ab. Laut «Idiotikum» erhielten früher die Jungen ein goldenes Gutzli, welches sie ihrer Braut geben konnten. Güetji war die Bezeichnung für die weibliche Brust, und Güeti die für den Liebesgenuss. Theoretisch könnte der Begriff Guetzli also auch daher kommen.

5. Mailänderli kommen nicht aus Mailand

Die beliebtesten Weihnachtsguetzli sind die Mailänderli. Die kommen aber nicht, wie es der Name erahnen liesse, aus Mailand. Woher genau die Guetzli ihren Namen haben, ist nicht klar. Eine Theorie besagt, dass der Name von den Gemeindewappen stammt. Diese wurden im 19. Jahrhundert in Mailand gezeichnet und deshalb Mailänderli genannt, schreibt das «St.Galler Tagblatt».

Vielleicht wurden die Guetzli aber auch so genannt, weil vor rund 600 Jahren Schweizer nach Mailand gereist sein sollen und dort dem Herzog Guetzli aus Butter, Zucker, Eier, Salz, Mehl und Zitrone geschenkt hätten, schreibt die «Bauern Zeitung».

veröffentlicht: 24. Dezember 2023 16:59
aktualisiert: 24. Dezember 2023 16:59
Quelle: ArgoviaToday

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