Hägendorf

Sein eigenes Haus angezündet: Feuerwehrmann wird als Brandstifter verurteilt

14. April 2022, 19:38 Uhr
Ein ehemaliger Feuerwehrmann hat sein eigenes Haus in Brand gesteckt und wollte dann untertauchen. So sieht es das Gericht und verurteilt ihn wegen Brandstiftung. 18 Monate muss er nun ins Gefängnis.

Quelle: TeleM1

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Es klingt paradox: Bei der Feuerwehr lernte er, wie man Flammen bekämpft – am Donnerstag ist der ehemalige Feuerwehrmann wegen Brandstiftung verurteilt worden. In seinem eigenen Haus hat er im August 2019 Feuer gelegt. Lichterloh brannte es, die Kollegen mussten den Brand löschen.

Dass das Oltner Gericht ihn schuldig gesprochen hat, ist für die zuständige Staatsanwältin ein besonderer Erfolg: «Die Verteidigung hat einen Freispruch beantragt. Der Beschuldigte war ja auch nicht geständig. Er hat bis zum Schluss alles abgestritten. Das Amtsgericht hat die Indizien nun so gewichtet, dass es zu einem Schuldspruch gekommen ist.»

Gemäss Gericht belastete sich der ehemalige Feuerwehrmann mit seinen widersprüchlichen Aussagen selbst. So sagte er beispielsweise, dass sein Haus brenne, sei dann aber trotzdem in die Ferien gefahren. Aus der Sicht des Gerichts waren das keine Ferien, sondern ein Untertauchen.

Einer der ersten, der bei dem Brand vor Ort war, ist der Feuerwehrkommandant Philipp Felder. Bei «Tele M1» erinnert er sich an den Brand und ist entsetzt, dass ausgerechnet ein ehemaliger Feuerwehrmann Feuer legt. «Das macht mich vor allem traurig. Wir sind hier, um Leben zu retten, Feuer zu löschen und Menschen zu helfen. Und wenn man das dann missbraucht, macht mich das auch wütend.»

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 14. April 2022 19:38
aktualisiert: 14. April 2022 19:38