Keine Entschädigung

Aargauer Pflegepersonal muss sich mit Applaus begnügen

8. April 2022, 19:51 Uhr
Das Pflegepersonal arbeitete während der Pandemie bis zur Erschöpfung. Deshalb forderten sie eine Corona-Entschädigung. Die zuständige Kommission lehnte die Forderung der Aargauer Pflegenden jedoch ab.
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Quelle: TeleM1

«Klatschen ist nicht genug», sagte die Aargauer Pflegefachfrau Eveline Hofer gegenüber Tele M1. Gerade zu Beginn der Pandemie erhielten die Mitarbeitenden der Pflege viel Applaus. Das war zwar eine schöne Geste, aber die Rechnungen liessen sich davon nicht bezahlen. Aus diesem Grund hat Hofer dem Grossen Rat im vergangenen Dezember eine Petition überreicht und eine Entschädigung gefordert.

Um die Corona-bedingten Verluste der Spitäler abzufedern, sprach der Grosse Rat einen Verpflichtungskredit von über 125 Millionen Franken. 25 Millionen davon seien übriggeblieben und sollten unter anderem in die Löhne der Pflegenden fliessen. Aber: «Die vermeintlich übriggebliebenen 25 Millionen Franken sind für das Jahr 2021 reserviert. Da wird erst noch auskommen, wie viel davon es braucht», so Severin Lüscher, Präsident der grossrätlichen Gesundheitskommission.

Die Spitäler haben unabhängig davon schon Anerkennungen an die Arbeitnehmer ausbezahlt. So hat das Kantonsspital Aarau gewisse Löhne erhöht und in Baden wurde eine Corona-Prämie ausbezahlt.

Warum die über 3'000 Unterzeichnenden der Petition diese Anerkennungen der Spitäler zwar schätzen, aber trotzdem noch mehr wollen, erfährst du im Video oben.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 8. April 2022 19:48
aktualisiert: 8. April 2022 19:51
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