Coronavirus

Aargauer Unternehmen mit 260 Millionen Härtefallgeldern unterstützt

· Online seit 02.02.2024, 10:14 Uhr
Eine Untersuchung des Kantons Aargau zieht eine positive Bilanz zu den 260 Millionen Franken, die als Härtefallgelder während der Corona-Pandemie ausbezahlt worden sind. Direktzahlungen gingen an 2200 Aargauer Unternehmen und wurden schwergewichtig im Jahr 2021 ausbezahlt, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.
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Mit einer externen Evaluation hat der Regierungsrat den Vollzug und die Wirkung der Härtefallmassnahmen im Kanton Aargau überprüfen lassen. Aus den Datenanalysen, Interviews und einer Onlinebefragung von Unternehmen gehe hervor, dass die Kredite eine positive Wirkung gehabt hätten, schreibt die Staatskanzlei.

Vor allem die Gastronomie, der Detailhandel, die Reisebranche, Eventveranstalter und Fitnesscenter seien von den Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Pandemie massiv betroffen gewesen, hiess es. Behördlich verordnete Schliessungen hätten zu massiven Einbrüchen beim Umsatz geführt.

Von den brutto 450 Millionen Franken, die der Grosse Rat bewilligte, seien schliesslich rund 260 Millionen Franken Direktzahlungen an etwa 2200 Aargauer Unternehmen geflossen. Gut drei Viertel der Beiträge habe der Bund finanziert.

Bei der Untersuchung besonders hervorgehoben worden sei die rasche Abwicklung der Gesuche und die schnelle Auszahlung der Gelder. Der Einbezug von externen Partnern wie Treuhandgesellschaften und dem Hightech Zentrum Aargau hätten sich bewährt.

Konkurse und Stellenabbau vermieden

Zusammen mit den Covid-19-Überbrückungskrediten, der Kurzarbeitsentschädigung und der Corona-Erwerbsausfallentschädigung trugen die Härtefallmassnahmen dazu bei, Konkurse von an sich gesunden Unternehmen zu vermeiden, wie die Staatskanzlei schreibt.

Zwar hätten in vielen betroffenen Betrieben Leute entlassen werden müssen. Besonders in der Gastronomie habe der Stellenabbau aber dank der Härtefallmassnahmen gedämpft werden können. Eine exakte Aussage über die Wirkung der Gelder auf Konkurse und Arbeitsplätze sei allerdings nicht möglich.

8 Millionen Franken zurückgefordert

Auch Missbräuche wurden festgestellt: Um sogenannte Mitnahmeeffekte einzudämmen, seien Nachprüfungen durchgeführt und bisher gut 8 Millionen Franken zurückgefordert worden.

Die Evaluationsberichte des Bundes bestätigten die positive Gesamtbeurteilung für den Kanton Aargau im gesamtschweizerischen Vergleich, heisst es. Mit den öffentlichen Geldern von Kanton und Bund sei verantwortungsvoll umgegangen worden, stellt der Regierungsrat fest.

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(red.)

veröffentlicht: 2. Februar 2024 10:14
aktualisiert: 2. Februar 2024 10:14
Quelle: ArgoviaToday

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