Strafbefehl

Streit vor Spreitenbacher Hotel eskaliert – Mann greift zu «spitzer Waffe»

· Online seit 17.03.2024, 07:01 Uhr
Zwischen einem Paar und ihnen zwei Unbekannten ist es zu dramatischen Szenen vor einem Hotel in Spreitenbach gekommen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung zückte einer der Beteiligten einen spitzen Gegenstand und verletzte damit eine Person. Jetzt wurde einer der vier Anwesenden verurteilt.
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Der 32-jährige Harry* und seine Freundin Helena* waren Ende Mai 2022 in den frühen Morgenstunden nach einem Bar-Besuch auf dem Weg zu einem Hotel in Spreitenbach. Ihr Plan war es, sich von dort aus ein Taxi zu bestellen und sich nach Hause chauffieren zu lassen.

Mehrere Schnittverletzungen im Gesicht

Während die beiden auf ihr Taxi warteten, kamen Andreas* und Loris* immer näher auf sie zu. Die vier kamen in einem Gespräch, wie es in einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau heisst. In der Folge forderten Harry und Helena die ihnen Unbekannten dazu auf, dass sie sich von ihnen entfernen sollen. Andreas und Loris gingen der Forderung jedoch nicht nach. Laut dem Strafbefehl soll stattdessen Andreas zu Harry gesagt haben: «Wer bist du, dass du mir sagst, ich soll gehen». Der 32-Jährige ging jedoch nicht auf die Drohung ein, woraufhin Loris seinen Kollegen bat, sich von dem Paar zu entfernen. Dazu war Andreas nicht bereit und es kam zwischen Andreas, Loris und auch Harry zu einer verbalen Auseinandersetzung, welche letztlich in einem Kampf endete.

Gemäss Strafbefehl soll das alles andere als harmlos gewesen sein. Auf das zunächst gegenseitige «Herumschubsen» vor dem Spreitenbacher Hotel folgten anschliessend Faustschläge. Dabei schlug Harry so fest auf Andreas ein, dass dieser zu Boden ging. Loris eilte Andreas sofort zur Hilfe, lief dann auf Harry zu, stach mit einem unbekannten, spitzen Gegenstand auf ihn ein und verfehlte ihn aber zunächst. Daher zückte Loris dieselbe Waffe deshalb erneut gegen Harry und fügte ihm im Gesicht zwei Wunden zu. Eine fünf Zentimeter lange Schnittwunde quer über die rechte Wange und ein drei Zentimeter langer Schnitt oberhalb der linken Augenbraue.

Im Gebüsch versteckt

Anschliessend verlagerte sich laut Strafbefehl der Kampf in den Innenbereich des Spreitenbacher Hotels. Harry, welcher zu diesem Zeitpunkt stark blutete, und Andreas betraten die Hotel-Lobby. Dort kam zu einem weiteren Kampf zwischen ihnen. Dabei ging Harry auf Andreas los, trat mit dem Fuss in seinen Unterleib, rang ihn zu Boden und warf einen Stuhl in seine Richtung. Im Anschluss ging Harry auch auf Loris los und schlug mit den Händen auf in ein, ohne ihn zu verletzen. Andreas und Loris flüchteten danach vor Harry, wobei sich einer der beiden im Gebüsch versteckte.

Während der Auseinandersetzung erlitt Harry mehrere Schnittverletzungen im Gesicht und eine Rissquetschung an der linken Augenbraue, welche im Spital genäht werden mussten, eine oberflächliche Verletzung im Brustbereich sowie mehrere Schürfwunden. Andreas erlitt aufgrund der Auseinandersetzung mehrere Schwellungen und Prellungen.

Verurteilt wegen Raufhandel

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau verurteilte Harry aufgrund von Raufhandel. Das, weil sich der 32-Jährige an einer Auseinandersetzung beteiligte, an der gleich mehrere Personen verletzt wurden. Er wird zu einer bedingten Geldstrafe von 6600 Franken sowie einer Busse von über 1300 Franken verurteilt. Weiter muss er Gebühren von rund 820 Franken bezahlen. Das Urteil wird in seinem Strafregister eingetragen. Ob die weiteren Beteiligten verurteilt wurden, ist ArgoviaToday nicht bekannt.

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*Namen sind der Redaktion bekannt und wurden geändert

veröffentlicht: 17. März 2024 07:01
aktualisiert: 17. März 2024 07:01
Quelle: ArgoviaToday

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