Rottenschwil

«Diese Bilder vergisst man nicht» – Feuerwehrkommandant zum tödlichen Unfall

29.01.2024, 16:39 Uhr
· Online seit 29.01.2024, 16:19 Uhr
Am Sonntag ist in Rottenschwil im Freiamt ein Auto aus bisher noch ungeklärten Gründen von der Strasse abgekommen und mit einem Lastwagen frontal zusammengestossen. Zwei Personen kamen dabei ums Leben. Thomas Strebel, Kommandant Stützpunktfeuerwehr Muri, war bei der Bergung vor Ort.

Quelle: Tele M1 / Sergio Lüthi / ArgoviaToday / Severin Mayer

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Am Sonntag, kurz vor 17 Uhr, ist es auf der Mohrentalstrasse zwischen Hermetschwil-Staffeln und Aristau zu einem schweren Unfall gekommen. Wie die Kantonspolizei Aargau am Montagmorgen mitteilt, ist ein Toyota Aygo aus noch unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Lastwagen kollidiert. Beide Autoinsassen, ein Mann und eine Frau, sind noch vor Ort gestorben. Wie Recherchen zeigen, kommen die verstorbenen Eltern aus Rottenschwil und hinterlassen mehrere Kinder.

So ein Einsatz fordert seinen Tribut

Thomas Strebel ist Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Muri und war am Sonntag bei der Bergung vor Ort. «Von unserer Seite her ist es gut gelaufen. Wir haben uns gut mit dem Rettungsdienst und der Kantonspolizei absprechen können. Von dem her war es ein Einsatz wie immer», erzählt er gegenüber Tele M1.

Man könne sich zwar psychisch auf so eine Bergung vorbereiten, dennoch seien immer wenige Leute am Fahrzeug. «Dazu haben wir im Hintergrund immer Feuerwehrleute, die man mit den Personen vorne am Fahrzeug auswechseln kann», so Strebel.

Aber auch erfahrene Leute müssen bei so einem Anblick schlucken: «Diese Bilder vergisst man nicht. Das ist so. Man muss schauen, wie man es selbst verarbeiten kann.» Dazu fügt Strebel an, dass es «natürlich kein schönes Bild ist. Wir schauen dann schon, dass die Verstorbenen gut abgedeckt werden.»

Gemeinsame Aufarbeitung bei der Feuerwehr

Danach treffen sich die Einsatzkräfte immer noch auf ein Kaffee oder ein Wasser. Es sei wichtig, miteinander zu reden. «Manche Menschen haben mehr Mühe damit, das Gesehene zu verarbeiten – das ist ganz normal.»

Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Über das Alter des verstorbenen Paares will die Kantonspolizei Aargau noch keine Auskunft geben. Die Staatsanwaltschaft eröffnete derweil eine Strafuntersuchung. Die Mohrentalstrasse musste wegen der Bergungsarbeiten mehrere Stunden gesperrt werden.

veröffentlicht: 29. Januar 2024 16:19
aktualisiert: 29. Januar 2024 16:39
Quelle: ArgoviaToday

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