First-Responder-System

Ersthelfer sollen im Aargau Leben retten

· Online seit 08.01.2024, 10:17 Uhr
Ab Februar soll der Aargau ein flächendeckendes First-Responder-System erhalten. Die Ersthelfer sollen Patientinnen und Patienten betreuen, bis die Rettungskräfte eingetroffen sind. So sollen die Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Stillständen gesteigert werden.
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Im Kanton Aargau sollen künftig in allen Gemeinden ehrenamtliche Ersthelfer die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungsdienste überbrücken. Mit einfachen medizinischen Erstmassnahmen kann so die Überlebensrate von Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand erhöht werden, wie der Kanton mitteilte.

Neues System soll Leben retten

Pro Jahr erfolgten im Aargau rund 1800 Notrufe mit den Stichworten «leblos» oder «bewusstlos», schrieb das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Montag in einer Mitteilung. Ab dem 1. Februar werde die Sanitätsnotrufzentrale (Nummer 144) in solchen Fällen gleichzeitig mit den regulären Rettungskräften auch First Responder aufbieten.

Das DGS habe dazu Richtlinien für ein flächendeckendes First-Responder-System erarbeitet. Dies in Abstimmung mit den bereits erfolgreich betriebenen Systemen in den umliegenden Kantonen. Einheitliche Anforderungen, Aufgaben und Kompetenzen erleichterten die kantonsübergreifende Zusammenarbeit, hiess es.

First Responder gesucht

Den Ersthelferinnen und Ersthelfern werde ein Set mit Einsatzmaterial zur Verfügung gestellt. Wer sich für den Einsatz als First Responder interessiere, könne sich ab sofort registrieren und für die obligatorische, 1,5-stündige Einführungsschulung anmelden.

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Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie vertiefte Vorkenntnisse in Erster Hilfe. Alarmiert werden die Helferinnen und Helfer über eine App auf ihrem Smartphone, über die auch ihr Standort geortet werden kann.

(sda)

veröffentlicht: 8. Januar 2024 10:17
aktualisiert: 8. Januar 2024 10:17
Quelle: ArgoviaToday

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