Eklat an SVP-Sitzung

Nach Aussagen über Ukraine-Krieg: Gallati kritisiert Glarner als «Putin-Verehrer»

29. März 2022, 08:14 Uhr
Am vergangenen Dienstag kam es bei der SVP-Fraktion vor der Grossratssitzung zu einem Eklat, wie die Aargauer Zeitung schreibt. Thema: Der Ukraine-Krieg. Die Hauptdarsteller: Parteipräsident Andreas Glarner und Regierungsrat Jean-Pierre Gallati.
Der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner sorgt immer wieder für Aufsehen.
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Vor der eigentlichen Grossratssitzung treffen sich die Fraktionen jeweils zur Besprechung der anstehenden Geschäfte – so auch am vergangenen Dienstag, als das Kantonsparlament zum ersten Mal seit Mitte Januar wieder tagte. Laut der Aargauer Zeitung kam es dort zu einem unschönen Vorfall.

Ausgang für den Eklat war die Frage, ob die SVP-Fraktion zu Beginn der Grossratssitzung eine Fraktionserklärung zum Ukraine-Krieg abgeben wolle. Kantonalpräsident Andreas Glarner soll in der Diskussion dazu gesagt haben, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlängere mit seinem Verhalten den Krieg und der Westen sei mitschuldig am Konflikt mit Russland.

Dies ging nicht nur Fraktionschefin Désirée Stutz zu weit – sondern auch Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, der ebenfalls bei der Sitzung anwesend war. Zusammen mit Landammann und Bildungsdirektor Alex Hürzeler habe Gallati Glarner zur Seite genommen und ihm die Meinung gegeigt, berichten Teilnehmende. Er soll Glarner gesagt haben, er sei nicht nur ein «Putinversteher, sondern ein Putinverehrer».

Den ganzen Artikel gibt es hier im abo+ zu lesen.

(Fabian Hägler, Aargauer Zeitung)

Quelle: Aargauer Zeitung
veröffentlicht: 29. März 2022 07:14
aktualisiert: 29. März 2022 08:14
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