Strompreise 2023

So stark steigen die Strompreise 2023 in deiner Gemeinde

Cyrill Felder, 7. September 2022, 07:45 Uhr
Am Dienstag gab die Elcom, die unabhängige staatliche Regulierungsbehörde im Elektrizitätsbereich, die schweizweiten neuen Tarife der Stromversorgungsunternehmen bekannt. Wir haben die Tarife der Aargauer Gemeinden für das Jahr 2023 mit den bisherigen verglichen.
Die Strompreise steigen in den Aargauer Gemeinden unterschiedlich stark.
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Die Eidgenössische Elektrizitätskommission Elcom ist die staatliche Regulierungsbehörde für den Schweizer Strommarkt. Sie überwacht die Einhaltung vom Stromversorgungsgesetz und erstellt detaillierte Preisanalysen von Kantonen, Gemeinden und Netzbetreibern. Per 31. August 2022 mussten die rund 630 Schweizer Netzbetreiber ihre Elektrizitätstarife für das nächste Jahr sowohl ihren Kundinnen und Kunden als auch der Elcom bekannt geben. Am Dienstagmittag wurden auf der Strompreis-Webseite der Elcom die kommenden Tarife der Stromversorgungsunternehmen für 2023 veröffentlicht. In der Preisübersicht kann man die Analysen vergangener Jahre einsehen. Wie erwartet steigen die Strompreise in der Grundversorgung der Haushalte zum Teil stark. Wir haben die Gebühren der Jahre 22/23 verglichen und zeigen die prozentuale Teuerung für alle Gemeinden im Kanton Aargau auf.

Gründe für die Tariferhöhungen: Stark steigende Grosshandelspreise

Wie die Elcom in einer Medienmitteilung schreibt, sei am Grosshandelsmarkt seit Mitte 2021 europaweit ein starker Anstieg der Preise zu beobachten. Durch den Krieg in der Ukraine seien die Gaspreise enorm gestiegen. Auch die stark gestiegenen Kohlepreise, die hohen CO2-Preise sowie die unterdurchschnittliche Produktionsfähigkeit der französischen Kernkraftwerke wirkten preistreibend. Die Preiserhöhungen wirken sich auch auf die Schweiz aus, da viele Stromversorgungsunternehmen einen Grossteil ihres Stroms am Grosshandelsmarkt einkauften.

Der durchschnittliche Anstieg schweizweit

Ein typischer Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 kWh bezahlt im kommenden Jahr 27 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./kWh), also 5,8 Rp./kWh mehr als 2022. Auf ein Jahr gerechnet entspricht dies einer Stromrechnung von 1215 Franken (+ 261 Franken).

Schreck im Reusstal

Oberlunkhofen trifft die Teuerung mit 58,11 Rp./kWh schweizweit fast am stärksten. 2022 bezahlt ein Durchschnittshaushalt der Gemeinde 15,11 Rp./kWh. Die Steigerung beträgt damit 284,6 Prozent. Gaiserwald SG ist mit 58,76 Rp./kWh Tabellenführer der Schweiz.

Kölliken ist besser davongekommen. Dort ist eine Teuerung von 4.3 Prozent geplant. Von 14,39 Rp./kWh auf 15,01 Rp./kWh. 

Der Durchschnitt im Aargau beträgt im Moment noch 20,21 Rp./kWh – 2023 wird er bei 25,44 Rp./kWh liegen. Wie viel du in deiner Gemeinde mehr bezahlen musst, siehst du in der Karte oben.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 7. September 2022 05:40
aktualisiert: 7. September 2022 07:45