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Theater im Badener Krematorium stellt das Thema Tod ins Zentrum

· Online seit 18.02.2022, 19:53 Uhr
Mitten im Krematorium in Baden wird das Sterben in Form eines Theaterstücks thematisiert. Es soll die Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. Doch damit es nicht ins Pietätlose abrutscht, braucht es Fingerspitzengefühl.

Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

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Was passiert eigentlich zwischen dem Tod eines Menschen und seinem Begräbnis? In Baden geht man dieser Frage in Form eines Theaterstücks nach. «Wir versuchen zu zeigen, was tatsächlich ist», sagt Annina Sonnenwald, Leiterin AUSBRUCH Theater, zu Tele M1. Heisst: Zuschauer sehen, wie ein Bestatter einen Menschen auf das Begräbnis vorbereitet oder wie ein Sarg im Ofen verbrannt wird. Sogar das Probeliegen im Sarg ist möglich.

Auch Hugo Portmann, der 35 Jahre im Gefängnis sass und bei einem Ausbruch angeschossen worden war, ist Teil des Programms. Auf dem Friedhof erzählt er seine Lebensgeschichte, wie er den Lungendurchschuss überlebte und während der Flucht auf Friedhöfen schlief.

Welchen Herausforderungen sich Sonnenwald bei der Produktion stellen musste und wie das Theater bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ankommt, erfährst du im Beitrag von Tele M1.

Quelle: TeleM1

Auch Markus Erhat, reformierter Pfarrer aus Baden, weiss, wie anspruchsvoll die Gratwanderung zwischen Information und Pietätlosigkeit ist. Er war vom Projekt fasziniert, wie er im Tagesgspräch von Tele M1 erklärt (Video oben). Es gebe jedoch auch Grenzen, etwa bei der Ausstellung «Körperwelten».

(vro)

veröffentlicht: 18. Februar 2022 19:53
aktualisiert: 18. Februar 2022 19:53
Quelle: ArgoviaToday

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