«Musste mich hinsetzen»

Nach Schock-Nachricht: So trauern Weggefährten um Freddy Nock (✝59)

08.02.2024, 20:25 Uhr
· Online seit 08.02.2024, 18:48 Uhr
Hochseilartist Freddy Nock ist im Alter von 59 Jahren verstorben. Am Mittwoch hatte es einen Polizeieinsatz an seinem Wohnort im aargauischen Uerkheim gegeben. Die Nachricht seines Todes erschütterte am Donnerstag Freunde und Fans des Extremsportlers.

Quelle: Tele M1

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Freddy Nock führte ein bewegtes Leben, mit Höhen und Tiefen – im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn. Seinen ersten Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde sicherte er sich im Jahr 1998 mit dem Lauf auf dem Tragseil der St. Moritzer Signalbahn über eine Distanz von 734 Metern. Nock suche in seinen Stunts die «ultimative Herausforderung für Körper und Geist» und lotete die Grenze nach oben immer weiter aus.

So reagieren Freunde, Fans und Weggefährten

Nun ist der Mann der Extreme tot. Die Zirkusfamilie Knie schrieb in einer Reaktion: «Freddy war nicht nur ein Ausnahme-Artist, sondern auch ein lieber Freund.» Die gemeinsame Tournee und die besonderen Auftritte wie etwa der Lauf auf dem Hochseil über dem Zürichsee würden für immer in Erinnerung bleiben, hiess es.

Raphael Galliker, enger Freund von Freddy Nock, erzählt gegenüber Tele M1: «Ich war schockiert und musste mich hinsetzen, es flossen Tränen. Er war einer meiner drei besten Kollegen. Wir hatten immer sehr gute Gespräche – stundenlang, nächtelang.» Diese Gespräche wurden allerdings weniger. «In den letzten paar Tagen habe ich mir Sorgen gemacht. Er hat das Telefon nicht mehr abgenommen. Da dachte ich, dass irgendetwas komisch ist. Heute Morgen kam dann plötzlich die tragische Nachricht, dass er von uns gegangen ist», so Raphael Galliker.

Unter Freunden habe man jedoch vereinbart, über die Umstände des Todes von Nock und vor allem über Details zur Zeit vor seinem Tod vorerst zu schweigen. «Ihm zuliebe», sagt Raphael Galliker.

Trauerbekundungen auf Social Media

Freddy Nock war ein bekannter und beliebter Artist in der Zirkus-Szene. Viele kannten ihn und erzählen nun auf Social Media von ihren Begegnungen mit dem Hochseilartisten, der mit seinen waghalsigen Aktionen so manchen zum Staunen brachten.

«Freddy ich kann es nicht glauben, dass du nicht mehr da bist. Du warst der Wagemutigste und beste Hochseilartist der Welt», schreibt der ehemalige Hochseilartist Anthony Bauer Jr. auf Facebook. Auch Fans bekunden ihre Trauer. So schreibt beispielsweise Christoph Enzinger: «Genau vor 30 Jahren (...) habe ich ihn kennengelernt – ein grossartiger Artist und ein herzensguter Mensch, mit dem man immer Spass hatte …. the Sky is the limit … war sein Spruch … und im Sky ist er jetzt wohl angelangt».

Bestürzung in Uerkheim ist gross

Auch in Uerkheim, dem Dorf, in dem Nock zuletzt gelebt hatte, ist die Trauer und Bestürzung über den frühen Tod des Zirkusartisten gross.

Heinz Schenk kannte Freddy Nock als Einwohner von Uerkheim seit vielen Jahren. Er behält ihn in guter Erinnerung, wie er gegenüber Tele M1 sagt: «Er war immer eine aufgestellte Person. Ich habe ihn auch häufig gesehen, wie er seine Trainings absolvierte. Ich lernte ihn als aktiven Sportler kennen.» Nock sei ein bekanntes Gesicht und auch in der Feuerwehr des Dorfes aktiv gewesen. Für die Gemeinde Uerkheim werde es ein Verlust sein, «wenn man so eine Persönlichkeit nicht mehr im Dorf» habe.

Wie und wann genau Freddy Nock starb, ist noch unklar. Der Todeszeitpunkt und die Todesursache des vierfachen Vaters sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Kantonspolizei Aargau geht momentan allerdings nicht von einem Gewaltverbrechen aus.

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veröffentlicht: 8. Februar 2024 18:48
aktualisiert: 8. Februar 2024 20:25
Quelle: ArgoviaToday

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